No! Keinen Bock auf Griechenland-Hilfe: David Cameron drückt sich: Kein Geld für Athen

David Cameron hat keine Lust mehr auf Zahlemann. Einem neuen Hilfspaket will er nicht mehr zustimmen und er will sich, sollte es tatsächlich verabschiedet werden, an keinerlei Zahlungen beteiligen. Cameron beruft sich dabei auf ein Abkommen aus dem Jahr 2010, was Großbritannien wirklich von allen Zahlungs-Zwängen freistellen könnte.

Das hat sich David Cameron ja prima überlegt. Der Fuchs im britischen Parlament will sich nämlich nicht an dem Hilfsprogramm zur Rettung Griechenlands beteiligen.Tatsächlich gab es 2010 eine Zusage an London, wonach nun nur Länder mit der Euro-Währung solche Projekte stützen müssen.

Lesen Sie auch: Cameron: IS-Extremisten sind existenzielle Gefahr.

David Cameron will kein Geld für die Griechen ausgeben. Bild: Wolfgang Kumm/picture alliance/dpa

David Cameron will Griechenland kein Geld mehr geben

Großbritannien weigert sich strikt, sich an finanziellen Hilfsmaßnahmen für Griechenland zu beteiligen. Entsprechend zitierten mehrere britische Zeitungen eine Quelle aus dem Londoner Finanzministerium. Den Berichten zufolge will EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Instrumente des alten Rettungschirmes EFSM wiederbeleben. Demnach würde der EU-Haushalt - und damit auch Geld des Nettozahlers Großbritannien - als Sicherheit herhalten müssen, falls Griechenland seine Kredite nicht zurückzahlt.

Cameron bezieht sich auf ein Abkommen aus dem Jahr 2010

Großbritannien soll unterdessen aber fieberhaft daran arbeiten, eine finanzielle Beteiligung in der Griechenland-Krise abzuwenden. Das scheint ihnen nun durch eine Übereinkunft über den Europäische Stabilitätsmechanismus (EFSM) aus dem Jahr 2010 gelingen zu können. Damals hatte man vereinbart, dass der Fonds keine Hilfen mehr gewähren soll und von nun an unberührt bleibt. Deshalb müssten jetzt auch nur die Staaten für ein Hilfsprogramm aufkommen, die auch den Euro als Währung haben. Die britischen Medien wollen aber schon mehr wissen und berichten, dass Jean-Claude Juncker den EFSM als zusätzliche Sicherheit brauchen will, um eine Kreditvergabe für Griechenland sicherstellen zu können. Cameron jedoch will an der Vereinbarung von 2010 festhalten und sich auf diese im Ernstfall berufen.

FOTOS: Eurokrise So verhasst ist Merkel in Griechenland
zurück Weiter Am Tag vor Angela Merkels Griechenland-Besuch gehen bereits Hunderte Hellenen auf die Straße. Sie machen deutlich: Die Kanzlerin ist bei ihnen nicht willkommen. (Foto) Foto: ddp images/AP Photo/Thanassis Stavrakis Kamera

Großbritannien steht der Europäischen Union skeptisch gegenüber

Der grundlegenden EU-Skepsis sollte Juckers Vorschlag auf jeden Fall neuen Aufwind gegeben haben. Bis 2017 soll in Großbritannien ein Referendum zum Verbleib in der Europäischen Union durchgeführt werden. Cameron sitzt zwischen den Stühlen. Muss er doch zu Hause beschwichtigen und in Brüssel die Interessen seines Landes verteidigen. Immer wieder strebt er Vergünstigungen und Sonderkonditionen für die Briten an.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

gea/sam/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser