Von news.de-Volontärin Ines Fedder - 19.04.2015, 08.00 Uhr

G36: Ganz "heiße" Ware: Pleiten, Pech und Pannen bei der Bundeswehr

Wenn es ums Schönreden geht, sind wir Deutschen wahre Weltmeister. In Sachen Pannen bei der Bundeswehr fehlen allerdings selbst Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die passenden Worte. Diese Pannen kann man nicht unter den Teppich kehren.

Probleme bei der Funktion des Sturmgewehrs G36. Bild: dpa

Niemand mag sich so wirklich vorstellen, den Krieg erneut vor der eigenen Haustür zu haben. Aber falls es so wäre, wo stünde dann die deutsche Mehr Geld für Bundeswehr und Polizei!

Problemfall Sturmgewehr G36 - nicht treffsicher bei 26 Grad!

Die meisten Einsätze der Bundeswehr finden ja bekanntlich in Alaska statt, oder etwa nicht? Eine andere Erklärung kann es eigentlich nicht dafür geben, dass das Sturmgewehr des Typs G36 bei höheren Temperaturen keine Treffsicherheit gewährleistet. Oder genauer gesagt - im erhitzten Zustand. Mit dem Gewehr wird zwar seit Jahren geschossen, aber jetzt erst kommt der Supergau ans Tageslicht.

Nach den ersten Berichten über die "Mangelware G36" äußerte sich erstmals im April 2012 das Verteidigungsministerium zu den Vorwürfen. Es wurde anschließend getestet - und natürlich weiter geschossen. Ein neues Gutachten soll nun weitere Erkenntnisse bringen. Übrigens: Der erhitzte Zustand des Sturmgewehrs kann auch durch häufige Benutzung hervorgerufen werden. Also quasi ein Sturmgewehr für Pazifisten: Nur gucken, nicht schießen!

Ebenfalls interessant: Immer mehr Bundeswehr-Soldaten begehen Selbstmord!

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