21 Millionen tote Tiere jährlich!: Agrarminister will Küken-Schreddern stoppen

Es ist eine grausame Prozedur, der Schätzungen zufolge gut 21 Millionen Küken jährlich zum Opfer fallen: Das Küken-Schreddern. Wenige Stunden alt müssen die jungen Tiere sterben, weil sie männlich sind und somit keine Eier legen können. Bundes-Agrarminister Schmidt will das Töten nun beenden.

Mehrere Küken versammeln sich in einer Geflügelmast um einen Strohballen. Bild: dpa

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) will das millionenfache Töten männlicher Küken in Deutschland in spätestens zwei Jahren beenden. "Mein Ziel ist es, dass das Kükenschreddern 2017 aufhört, aber dazu muss die Wirtschaft mithelfen", sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Man stehe kurz vor Abschluss des notwendigen technischen Verfahrens. Sollten alle Prüfungen positiv verlaufen, müssen schnellstmöglich in den Brütereien die entsprechenden Geräte angeschafft werden.

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21 Millionen Küken sterben jährlich

Nach Angaben der Agrarministeriums werden jährlich rund 21 Millionen Küken sofort nach dem Schlüpfen vergast und geschreddert, weil sie später keine Eier legen können. Daher wird an einer Methode geforscht, schon im Ei zu erkennen, ob sich daraus ein männliches oder weibliches Küken entwickelt. So soll verhindert werden, dass die männlichen Küken überhaupt schlüpfen. Die Herausforderung dabei ist, dass ein solches Verfahren in großem Stil bei Millionen Eiern anwendbar sein muss.

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zurück Weiter Kühe stehen idealerweise auf der Weide und geben Milch. Manchmal allerdings finden wir sie auch da, wo wir sie nicht vermuten... (Foto) Foto: dpa/san/news.de Kamera

Preissteigerung bei Eiern durch neues Verfahren?

Erhebliche Preissteigerungen bei Eiern erwartet Schmidt nicht. "Die Methode, die wir fördern, ist die billigste. Der Preis für ein Ei wird um maximal ein bis zwei Cent steigen", sagte der Minister.

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