Zwei Terroristen und acht Touristen getötet!: Geiseldrama im Museum - auch Europäer unter den Opfern

Bei einer Schießerei vor dem tunesischen Parlament haben Extremisten nach Angaben lokaler Medien mindestens acht Menschen getötet. Bei sieben Opfern soll es sich um Touristen handeln, meldete das tunesische Staatsfernsehen.

Die Geiselnahme in Tunis fand nach ersten Angaben nun ein blutiges Ende. Bild: dpa

Geiseldrama in Tunis - Tunesische Sicherheitskräfte beenden Geiselnahme

Tunesische Sicherheitskräfte haben nach Angaben des Staatsfernsehens die Geiselnahme im Nationalmuseum in Tunis nun beendet. Dabei seien zwei Terroristen und ein Polizist getötet worden, meldet der Sender Watanija. Das tunesische Innenministerium hatte die Befreiung zunächst nicht bestätigt. Nach offiziellen Angaben waren vor der Geiselnahme bei einer Schießerei acht Menschen auf dem Vorplatz des Museums getötet worden.

Mehrere Geiseln in Tunesien getötet

Im Anschluss hätten die Täter im benachbarten Bardo-Nationalmuseum mehrere Geiseln genommen, berichtete der tunesische Radiosender SchamsFM unter Berufung auf einen Museumsmitarbeiter.

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Schwerer Schusswechsel in Tunis - auch Touristen unter den Opfern

Laut "SchamsFM" hätten amMittag mindestens zwei Täter in Tarnfleck auf demVorplatz zwischen Parlament und Museum das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet. Die Abgeordnete Kultum Badreddine berichtete der Deutschen Presse-Agentur von "schweren Schusswechseln". Gegenwärtig sei das Parlament von Polizeikräften abgeriegelt. Laut tunesischem Innenministerium wurde das benachbarte Museum umstellt.

Acht Tote nach Schießerei in Tunis. Bild: Stringer/dpa

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Im Urlaubsland Tunesien begann Ende 2010 der Arabische Frühling, der zum Sturz des Langzeitherrschers Zine el Abidine Ben Ali führte. Als bislang einziges arabisches Land gelang Tunesien ein Übergang in eine Demokratie. Mit dem Sturz Ben Alis gewannen jedoch auch islamistische Kräfte im Land neue Stärke.

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ife/sam/news.de/dpa

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