Frauentag 2015: 08.03.15: Weltweiter Kampftag für Gleichberechtigung

Weltweit wird am 8. März der Internationale Frauentag begangen. Frauen erinnern an den Kampf um ihre Gleichberechtigung. 2015 sind die zentralen Themen der Mindestlohn und die Frauenquote.

Jährlich, am 8. März, feiern die Frauen dieser Welt den Internationalen Frauentag, so auch 2015. An diesem Tag erinnern Frauen an den Kampf für ihre Rechte im politischen, privaten und wirtschaftlichen Leben. Dabei geht es um Themen wie Gewalt, politische und soziale Teilhabe oder um die Gleichstellung im Arbeitsleben. Vielerorts schenken Chefs ihren Angestellten am Frauentag eine Blume.

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Zum Frauentag bekommen Frauen vom Rosenkavalier eine rote Rose. Bild: picture-alliance / dpa / Jens Wolf

Frauentag am 8. März 2015: Gewerkschaften sehen Mindestlohn als zentrales Thema

In diesem Jahr rücken die Gewerkschaften das Thema Mindestlohn in den Vordergrund. Der Mindestlohn darf nicht nur ein Symbol für faire Löhne sein, sondern muss auch tatsächlich mehr Lohngerechtigkeit gewährleisten, fordert der Sozialverband SoVD. Unter besonderer Beobachtung steht das Mindestlohngesetz aus Sicht der Frauenorganisation des Verbandes.

Aktuellen Versuchen, das Gesetz auszuhebeln, erteilt die Gliederung eine klare Absage. "Wird der Mindestlohn unterlaufen, trifft das zuerst die Frauen. Denn immer mehr Arbeitnehmerinnen in Deutschland arbeiten in Teilzeit, während die Zahl der vollzeitbeschäftigten Frauen sinkt. Deshalb darf es keine Ausnahmen vom Mindestlohn geben", sagt Edda Schliepack, Bundesfrauensprecherin im SoVD anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2015.

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Internationaler Frauentag 8. März 2015: Entstehung und Ursprung

Die Idee stammt ursprünglich aus den USA. 1911 gingen erstmals Frauen in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz zum Frauentag auf die Straße. Die Sozialistin Clara Zetkin setzte den 8. März während der zweiten kommunistischen Frauenkonferenz im Jahr 1921 als weltweites Datum durch.

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Frauentag 2015: Einführung der Frauenquote

Lange hat es gedauert und gestritten wurde auch bis zuletzt. Daher sind auch Probleme bei der Umsetzung absehbar. Dennoch ist der Bundestags-Beschluss zur Einführung der Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten nicht nur für Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) ein sehr besonderes Ereignis. Große Worte werden bemüht: historischer Schritt, Meilenstein, Kulturwandel. Es ist ein Sieg für die Frauen, die viele Jahre für die Quote gekämpft haben. Und ein ganz persönlicher Erfolg für die Ministerin. "Dieser Frauentag ist der letzte ohne Frauenquote", sagt sie vor der UN-Frauenrechtskommission in New York.

Erst einmal allerdings geht es nur um etwa 100 Unternehmen, nur um Aufsichtsräte und nicht um die mächtigeren Vorstände. Betroffen sind vielleicht 180 Frauen. Und doch sprechen auch die Grünen, die mehr gefordert hatten, von einem "Durchbruch". In der Union ist das Grummeln über Schwesig und die Quote unüberhörbar: Die frühere CDU-Familienministerin Kristina Schröder etwa gibt zu Protokoll: "Ich lehne die Einführung einer gesetzlichen starren Frauenquote ab." Sie stelle einen empfindlichen Eingriff in die unternehmerische Freiheit dar.

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bua/fro/news.de/dpa

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