Nach Erfolg bei Hamburg-Wahl: Nur "Titten und Beine"! Macho-Angriff auf FDP-Politikerin

Der Erfolg der FDP bei der Hamburg-Wahl ist auch der von Spitzenkandidatin Katja Suding. Doch ein Grünen-Politiker missgönnte ihr den Erfolg, und holte bei Twitter die ganz große Sexismus-Keule raus. Suding sei nur wegen ihrer "Titten und Beine" erfolgreich.

Hamburgs FDP-Chefin Katja Suding (39) ist eine attraktive Frau. Und obendrein bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag sehr erfolgreich gewesen. Mit ihr als Spitzenkandidatin erhielt die FDP 7,4 Prozent der Stimmen. Der Partei gelingt damit erstmals seit September 2013 wieder der Verbleib in einem Landesparlament.

Mieser Macho-Tweet gegen Katja Suding

Diese Kombination aus Schönheit und Erfolg erwog Jörg Rupp, Grüner aus Baden-Württemberg, zu einem äußerst geschmacklosen Macho-Kommentar auf Twitter.

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Jörg Rupp twitterte über FDP-Spitzenkandidatin Suding: "muss man sich mal vorstellen: mit Titten und Beinen anstatt Inhalten. #fassungslos #fdp"

Später entschuldigte sich Rupp für seinen unpassenden Kommentar. Bild: news.de-screenshot (Twitter/@jörgrupp)

Seine emotionale und weit unter der Gürtelline gehende Reaktion entfachte allerdings einen ausgewachsenen Shitstorm gegen Jörg Rupp.

Nach Sexismus-Tweet über Katja Suding: Shitstorn gegen Jörg Rupp

Sönke P. Jensen @ossio2001 twitterte: "@JoergRupp Eine schöne Frau ist mir lieber als so ein Kerl wie Du! Ein Friseurbesuch und ein Termin beim Herrenaustatter wäre ja wohl auch"

Wolfgang Lünenbürger ‏@luebue: "Der @JoergRupp ist ja schon häufiger durch besondere Dummheit aufgefallen. Halt doch mal die Klappe und lass uns @GRUENE_Hamburg in Ruhe."

Melchior Fuchshaim @Fuchshaim: "@JoergRupp Bin immer wieder erstaunt was für selbstgefällige Armleuchter bei den @Die_Gruenen Berufspolitiker werden dürfen."

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Nach Titten-Tweet: Jörg Rupp entschuldigt sich

Bei all den Anfeindungen sah sich Rupp wenig später genötigt, sich für seine verbale Entgleisung zu entschuldigen. Er schrieb: "Ich entschuldige mich für meine Wortwahl" und weiter: "ein Shitstorm ist eine interessante Erfahrung, auf die man gerne verzichten könnte. (...) Merke: man solte nicht zornig twittern und über manches ne Nacht schlafen."

Allerdings gab es auch Twitterer, die Rupp den Rücken stärkten - oder vielmehr der Kritikkultur in Deutschland ein Armutszeugnis ausstellten.

Hetzjagd gegen Jörg Rupp

Maurizio Cavaliere @macava twitterte: "Die Hetzjagd auf @JoergRupp sagt mehr über die Debattenkultur auf Twitter in Deutschland als über alles andere. Bitter."

Und Ralf-Giso Kutschker @elephanteum: "Tipp @joergrupp /Moderner Pranger: Wie ein dummer Tweet Leben zerstören kann."

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boi/news.de

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