Nach der Hinrichtung seines Sohnes: Selbstjustiz: Vater eines Ermordeten tötet sieben IS-Kämpfer

Sein Sohn war von IS-Kämpfern grausam ermordet worden. Deshalb übte ein Vater im Irak Selbstjustiz und feuerte an einem Checkpoint auf mehrere Dschihadisten. Sieben kamen ums Leben. Indes wurde ein Massengrab mit weiteren IS-Opfern entdeckt.

Die Gräueltaten der IS-Terrormiliz schockieren die Welt. Erst vor wenigen Tagen ermorderte sie eine weitere japanische Geisel bestialisch. In einem kürzlich im Internet veröffentlichten Enthauptungsvideo zeigte der IS den abgetrennten Kopf des Journalisten Kenji Goto. Der japanische Regierungschef Shinzo Abe sprach von einer "verabscheuungswürdigen terroristischen Tat".

Vater übt Selbstjustiz: Sieben IS-Kämpfer im Irak getötet

Auch die USA und die EU reagierten erschüttert, betonten zugleich aber ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den Terror. Der Angehörige eines Opfers des IS-Terrors ergriff derweil selbst die Initiative und rächte sich: Wie der "Mirror" berichtet, erschoss ein Vater sieben IS-Kämpfer, nachdem sie dessen 18-jährigen Sohn ermordet hatten.

IS-Kämpfer bei einem Schusswechsel. Bild: Albaraka News/Handout/dpa

Weil sie Fußball schauten: Deutscher ISIS-Kommandeur richtet 13 Kinder hin.

Mit einer AK-47 bewaffnet, habe der Mann an einem Checkpoint in Tikrit (Irak) auf die Dschihadisten gefeuert. Sieben von ihnen seien dabei getötet worden, bevor der Vater selbst ums Leben kam. Sein Sohn war dem Bericht zufolge Anfang des Jahres mit sieben weiteren jungen Männern ermordet worden. Bilder der Hinrichtung seien anschließend veröffentlicht worden. Dem Studenten wurde vorgeworfen, mit irakischen Sicherheitskräften zusammengearbeitet zu haben.

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Islamistischer Terror in Europa
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Nordirak: Massengrab mit 50 Opfern der IS-Terrormiliz entdeckt

Im Nordirak ist indes ein Massengrab mit den Überresten von 50 Menschen gefunden, die die IS-Terrormiliz umgebracht haben soll. Bei den Leichen handele es sich um Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden, erklärte ein irakischer Offizieller am Montag. Demnach wurde das Massengrab nördlich des Sindschar-Gebirges entdeckt. Unter den Toten seien auch Frauen und ein Kind. Die Extremisten hätten die Menschen erschossen und einigen Opfern die Köpfe abgetrennt.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte die Sindschar-Region im vergangenen Sommer eingenommen und Zehntausende Menschen in die Flucht getrieben, die meisten von ihnen Jesiden. Der IS verfolgt sie als "Ungläubige" und "Teufelsanbeter". Im Sindschar-Gebirge kesselten die Extremisten mehrere Tausend Menschen über Wochen ein. Nach der Rückeroberung des Gebietes durch die Kurden war dort Ende Dezember bereits ein Massengrab mit rund 70 getöteten Jesiden entdeckt worden.

FOTOS: Gaza, Syrien, Ukraine Das schreckliche Jahr der Kriege
zurück Weiter Am 25. Juli 2014 verübten Terroristen in Kirkuk im Norden Iraks ein Bombenattentat. (Foto) Foto: picture-alliance / dpa / Khalil Al-A'nei Kamera

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zij/news.de/dpa

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