20.01.2015, 10.16 Uhr

IS-Terror: Homosexuelle vom Dach gestoßen

Brutale Hinrichtungen sind im sogenannten Islamischen Staat an der Tagesordnung. Wer den Regeln der Scharia nicht folgt, wird getötet - so wie zwei Männer, die von einem Hochhaus gestürzt wurden, weil sie homosexuell waren.

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) versetzt die Welt weiter in Angst und Schrecken. Jüngst hat sie mit der Ermordung zweier japanischer Geiseln gedroht. In einem Internetvideo verlangt ein in Schwarz gekleideter IS-Kämpfer von der japanischen Regierung, innerhalb von 72 Stunden 200 Millionen Dollar (gut 170 Millionen Euro) Lösegeld zu zahlen. Ansonsten würden die Geiseln getötet.

Terror-Ansage von deutschem IS-Kämpfer: «Wir werden jeden töten, der nicht konvertiert!»

Islamistischer Terror in Europa
Chronologie
zurück Weiter

1 von 10

IS-Terror im Irak: Homosexuelle von Hochhaus gestürzt

Dass diese Drohung mehr als ernst zu nehmen ist, beweisen Aufnahmen, die zeigen, wie IS-Terroristen Homosexuelle von einem Dach in den Tod stürzen. Sie stammen laut einem Bericht der Bild aus der irakischen Stadt Ninive. Darauf werden zwei Männer, denen die Augen verbunden wurden, dazu gezwungen, auf einen Vorsprung zu klettern und in die Tiefe zu springen. Hunderte Schaulustige säumen das Hochhaus.

Schockierende Aufnahme: IS-Terroristen stoßen einen Mann von einem Hochhaus, weil er homosexuell ist. Bild: news.de-Screenshot (Twitter/StandWithUsGer)

IS-Mitglieder verbreiten mit öffentlichen Hinrichtungen Angst und Schrecken

Wie IS-Mitglieder auf Twitter verbreiteten, waren die Männer wegen ihrer Homosexualität zum Tode verurteilt worden. Solche brutalen Hinrichtungen sind im sogenannten Islamischen Staat an der Tagesordnung, um die Bevölkerung systematisch einzuschüchtern. Diebe, Ehebrecher, Andersdenkende werden öffentlich gequält und exekutiert - so auch zwei Männer, die in Mossul (Irak) an Kreuze gefesselt und kaltblütig erschossen wurden.

In IS-Enthauptungsvideo: Berliner Rapper posiert mit abgeschnittenem Kopf.

FOTOS: Gaza, Syrien, Ukraine Das schreckliche Jahr der Kriege
zurück Weiter Am 25. Juli 2014 verübten Terroristen in Kirkuk im Norden Iraks ein Bombenattentat. (Foto) Foto: picture-alliance / dpa / Khalil Al-A'nei Kamera

Ausländische Geiseln enthauptet: IS-Terror weltweit

Der IS kontrolliert in Syrien und im benachbarten Irak große Gebiete. Eine von den USA geführte internationale Koalition bombardiert seit mehreren Monaten IS-Stellungen in beiden Ländern. Die Extremisten hatten im vergangenen Jahr drei US-Bürger und zwei Briten enthauptet und dazu Videos verbreitet. Indes wächst auch in Deutschland die Angst vor Terroranschlägen durch den IS. Eine Pegida-Demo in Dresden wurde verboten.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

zij/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser