Hacker-Skandal um The Interview: Nordkorea betitelt Obama als «Urwald-Affen»

«Wie ein Affe im Tropenwald» - Nordkorea schlägt weit unter der Gürtellinie zu und beleidigt US-Präsident Obama. Der Streit um den Cyber-Angriff auf das Filmstudio Sony Pictures eskaliert.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un umgeben von Militärs. Bild: Kcna/Handout/dpa

Nordkorea beleidigt Obama rassistisch

Mit Drohungen und rassistischen Verbalangriffen gegen US-Präsident Barack Obama hat Nordkorea auf den Kinostart der Satire «The Interview» reagiert. In dem Film geht es um den fiktiven Mordkomplott gegen den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un.

Die Nationale Verteidigungskommission warf Obama vor, die Aufführung des Films von Sony Pictures durchgesetzt zu haben. Obama würde sich «in Worten und Taten immer rücksichtslos wie ein Affe in einem Tropenwald» verhalten, zitierten die Staatsmedien einen Sprecher des wichtigsten Entscheidungsgremiums des kommunistischen Regimes.

Die Misserfolge des US-Präsidenten
Barack Obama
zurück Weiter

1 von 6

USA für Internet-Ausfälle in Nordkorea veranwortlich gemacht

Zudem machte die Kommission die USA für die Störungen der Internetverbindungen der vergangenen Tage in Nordkorea verantwortlich. Mitten in dem Streit mit den USA um Hackerangriffe auf das Sony-Filmstudio in Hollywood fiel in Nordkorea das Internet zeitweise, aber auch einmal stundenlang komplett aus.

Lesen Sie auch: Geköpfter US-Journalist: Obama wollte kein Lösegeld zahlen

Hacker-Skandal: Nordkorea weist Schuld von sich

Nordkorea wies erneut Vorwürfe der USA zurück, hinter der Cyber-Attacke zu stecken, die zuletzt gegen Sony Pictures stattgefunden hatten. Den USA warf das Regime in Pjöngjang vor, die Vorwürfe ohne klare Beweise vorgebracht zu haben.

Zugleich bekräftigte Nordkorea den Vorschlag für eine gemeinsame Ermittlung zu dem Hacker-Angriff. Dies dürfte nach Ansicht von Beobachtern jedoch kaum ernsthaft gemeint sein.

Die Kommission drohte den USA: Sollten diese trotz Warnungen weiter «an ihrer arroganten und verbrecherischen willkürlichen Praxis festhalten», werde Nordkorea der «gescheiterten Politik mit unentrinnbaren tödlichen Schlägen antworten».

Auch interessant: Irrer Macheten-Mann wollte Obama töten

FOTOS: Forbes-Ranking Die zehn mächtigsten Menschen der Welt

Erfolgreicher Kinostart trotz Aufführungsabsage

Trotz Terrordrohungen war «The Interview» am Donnerstag in den USA angelaufen. Die Nordkorea-Satire spielte nach US-Medienberichten am ersten Tag fast eine Million Dollar (821 000 Euro) ein. Die Summe ist beachtlich, da landesweit nur rund 300 unabhängige Kinos den Streifen zeigten. Sony hatte nach den Terrordrohungen die Aufführung zunächst abgesagt.

Lesen Sie auch: Sex-Skandal in Nordkorea Tötete Kim Jong-un Onkel für Missbrauch?

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sam/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser