Europawahl-Ergebnisse 2019 im News-Ticker

Europawahl - so unterschiedlich tickt Europa

Die Wahlen zum Europäischen Parlament halten dieser Tage Europa in Atem. Die Ergebnisse sind da und rütteln wach. Alle Infos zur Europawahl erfahren Sie hier im News-Ticker.

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Sohn unschuldig hingerichtet: Eltern bekommen 3.200 Euro Entschädigung

In China ist ein Menschenleben nicht viel wert. Dies musste nun ein Elternpaar am eigenen Leibe erfahren. Vor 20 Jahren wurde ihr Sohn unschuldig wegen Mordes zum Tode verurteilt und hingerichtet. Nun wurde er freigesprochen und seine Eltern erhalten 3.200 Euro Entschädigung.

Wie viel ist ein Menschenleben wert? In China umgerechnet 3.200 Euro. So viel ließ sich die Justizbehörde die Entschädigung für eine Familie kosten, deren Sohn unschuldig vor 20 Jahren hingerichtet wurde.

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Weil ihr Sohn vor 20 Jahren irrtümlicher Weise hingerichtet wurde, erhalten die Eltern nun 3.200 Euro Entschädigung. Bild: picture-alliance / dpa / Raed Qutena

China: 18-Jähriger unschuldig hingerichtet

1996 wurde der 18-jährige Hugjiltu zu Unrecht zum Tode verurteilt. Ihm wurde Mord und Vergewaltigung zu Lasten gelegt. Wie N24 berichtet, ist der junge Mann nur 61 Tage, nachdem er angeblich eine Textilarbeiterin getötet haben soll, in der Inneren Mongolei exekutiert worden. Seine Eltern kämpften seitdem für seinen Freispruch. Am Montag erklärte der Hohe Gerichtshof, dass das Urteil vor 20 Jahren falsch gewesen sei.

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3.200 Euro Entschädigungszahlung an Eltern

Für diesen Fehler zahlte der Präsident des Gerichtshofes den Eltern nun eine Entschädigung in Höhe von 3.200 Euro, berichtet N24 und beruft sich auf Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Dabei handelt es sich aber um eine persönliche Spende und keine offizielle Zahlung. Es ist sehr selten, dass in China Justizfehler öffentlich eingeräumt werden. Falsche Geständnisse sind in dem Unrechtsstaat an der Tagesordnung. Die Verurteilungsrate liegt bei 100 Prozent.

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Auch im Fall von Hugjitu liegt ein falsches Geständnis vor. Nach einem 48-Stundenverhör hat der damals 18-Jährige den Mord eingeräumt. Doch 2005 hat der wahre Mörder die Tat gestanden. Für Hugjitu kam dies allerdings fast zehn Jahre zu spät und auch seinen Eltern nützt die Entschädigungszahlung wenig. Ihren Sohn bekommen sie dadurch auch nicht zurück.

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bua/fro/news.de

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