Brauner als die NPD: Darum müssen wir die Partei Die Rechte fürchten

Sie leugnen den Massenmord an den Juden im Dritten Reich und fordern eine Aufhebung der Duldung von Ausländern. Doch während die eigentliche Parteiarbeit für die rechtsextreme Partei Die Rechte zur Nebensache zu werden scheint, fokussieren sich die Neonazis auf den Straßenkampf und werden zum Auffangbecken für allerlei rechte Gestalten.

Straßenkampf statt Parteipolitik: Hier fühlen sich Anhänger von Die Rechte wohl. Bild: dpa

Die Partei Die Rechte wurde am 27. Mai 2012 unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Hamburg teilweise mit ehemaligen Mitgliedern der rechtsextremen Deutschen Volksunion (DVU) gegründet worden. Bundesvorsitzender im Gründungsvorstand wurde der in Hamburg aufgewachsene Christian Worch.

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Was Die Rechte von der NPD unterscheidet

Die Rechte versteht sich als Alternative zu den Parteien rechts der Union, mit denen nichts anzufangen sei, heißt es auf der Homepage. «Mit keiner alleine, und auch nicht mit allen gemeinsam, weil die sich einfach nicht grün genug sind.» Der Name Die Rechte sei selbsterklärend, nicht «so verbrannt» wie der der NPD, «nicht so belanglos-beliebig» wie der der Republikaner und «nicht so allerweltsmäßig-missverständlich» wie der der verschiedenen «Pros». Die Assoziation zur Partei Die Linke sei bewusst und gewollt.

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Braune Ideologie im Parteiprogramm

Das Partei-Programm von Die Rechte spricht eine eindeutige Sprache. So fordern sie unter anderem die Aufhebung der Duldung von Ausländern, eine Ausweisung krimineller Ausländer und die Wahrung der Deutschen Identität.

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Vorsitzender Christian Worch leugnet den Massenmord an den Juden

Der Gründer und Vorsitzende Christian Worch selbst leugnet den Massenmord an den Juden im Dritten Reich und vertritt das Konzept der freien Kameradschaften. Dahinter verbergen sich Neonazi-Gruppen, deren Mitglieder nur schwer greifbar sind, da sie keinen rechtlich eingetragenen Vereine darstellen. Sie stellen informell organisierte militante Neonazi-Gruppen dar und sehen sich selbst als Teil des «nationalen Widerstandes». Aus diesen Gründen sind Kameradschaften schwer von staatlicher Seite zu verbieten. Ähnlich wie die Antifa setzen sie auf das Konzept «Organisierung ohne Organisation».

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Besonders in Dortmund ist Die Rechte auf dem Vormarsch

Ende 2013 hatte die Partei 494 Mitglieder, die sich auf die verschiedenen Landesverbände (Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Brandenburg und Niedersachsen) aufteilten.

Besonders in NRW, speziell Dortmund, scheint Die Rechte auf dem Vormarsch zu sein. Die Facebook-Seite Die Rechte Dortmund bringt es immerhin bereits auf 6.858 Fans (Stand 15. Dezember 2014). Eine der Leitfiguren in Dortmund ist Dennis Giemsch, der eine Hauptfigur in der rechtsextremen Szene in Nordrhein-Westfalen darstellt und im Sommer diesen Jahres in den Dortmunder Stadtrat einzog.

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