Gesetzesänderungen aktuell: Neue Gesetze 2015: Hier zahlen Sie weniger und bekommen mehr

Mit dem 1. Januar 2015 beginnt nicht nur ein neues Jahr. Auch zahlreiche Gesetzesänderungen treten in Kraft. Damit Sie den Überblick behalten, haben wir hier die wichtigste Neuerungen rund um Mindestlohn, Krankenkasse und Pflegegeld zusammengefasst.

Mindestlohn: 8,50 Euro pro Stunde für sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

Mit dem 1. Januar 2015 tritt der gesetzliche Mindestlohn in Kraft. Er beträgt 8,50 Euro pro Stunde und gilt für alle volljährigen, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Deutschland. Dazu zählen auch Sozialarbeiter, die aus dem Ausland nach Deutschland geschickt werden, um zu arbeiten.

Ausgenommen vom Mindestlohn sind Auszubildende, Unter-18-Jährige ohne Berufsabschluss und Praktika unter drei Monaten. In Branchen, in denen allgemeinverbindliche Tarifverträge gelten, sind noch bis Ende 2016 auch Mindestlöhne unter 8,50 Euro erlaubt.

FOTOS: Arbeitsmarkt Wo es schon jetzt Mindestlöhne gibt

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Pflegereform: Mehr Geld für Pflegebedürftige und ihre pflegenden Angehörigen

Mit dem Pflegestärkungsgesetz I, das ab Anfang des Jahres greift, soll die pflegerischer Versorgung verbessert werden. Die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre pflegenden Angehörigen steigen: So beträgt der Pflegemindestlohn 9,40 Euro pro Stunde im Westen und 8,65 Euro im Osten.

Außerdem wird die Zahl der Betreuungskräfte in stationären Einrichtungen aufgestockt. Um das zu finanzieren, steigt jedoch der Pflegebeitrag auf 2,35 Prozent für Eltern und 2,6 Prozent für Kinderlose.

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Neue Gesetze 2015: Die Krankenkassenbeiträge sinken, der Pflegemindestlohn steigt. Bild: Tobias Hase/dpa

Gesetzliche Krankenkasse: Beiträge sinken, Gesundheitskarte mit Foto wird Pflicht

Der gesetzlich vorgeschriebene Beitragssatz für die Krankenversicherung sinkt um 0,9 Prozent von 15,5 auf 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Das bedeutet, dass Arbeitgeber und -nehmer ab sofort jeweils 7,3 Prozent zahlen. Ob sie tatsächlich weniger berappen müssen, ist jedoch fraglich.

Ärzte raten: Lassen Sie die Vorsorge nicht schleifen!

Denn im Rahmen der Senkung ist es Krankenkassen möglich, einen Zusatzbeitrag abhängig vom Einkommen zu erheben. Dieser muss allein von den Versicherten gezahlt werden. Es wird erwartet, dass viele Kassen die Beitragssenkung so wieder egalisieren.

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