Massenfacesitting vor dem Parlament: Britische Regierung verbietet weibliche Ejakulation

Ein britisches Gesetz verbietet Sex-Praktiken auf pornografischen DVDs und auf Porno-Seiten im Netz. Wer in England eine weibliche Ejakulation, Sado-Maso-Szenen oder Auspeitschungen sehen möchte, wird von der einheimischen Porno-Industrie im Stich gelassen.

Facesitting vor dem britischem Parlament. Bild: news.de-Screenshot (Twitter/AustynZOG)

Die offizielle britische Filmzensur (British Boards of Film Censor) hat ein Problem mit Gewaltszenen in Pornos - auch im Netz. Sie konnte die Cameron-Regierung nun überzeugen, eine strengere Kontrolle der Schmuddelfilmchen im Internet einzuführen.

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Britische Regierung: Kein Sado-Maso-Sex im Internet

Wie das Nachrichtenportal N24 berichtet, sind Filme mit gewaltätigen Darstellungen wie Auspeitschen und Sado-Maso-Sex nicht mehr nur auf DVD verboten, sondern dürfen künftig auch nicht im Netz gestreamt werden.

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Wer als Nutzer dennoch nicht auf bestimmte Pornos und Sexszenen verzichten möchte, muss in England auf Filme von ausländischen Produzenten zurückgreifen, die von dem Gesetz noch nicht betroffen sind.

Verboten sind seit Mitte der Woche in England sadomasochistische Themen und jegliche Form von Gewaltanwendung. Auch Szenen wie etwa die weibliche Ejakulation oder Facesitting dürfen nicht mehr gezeigt werden.

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Protest gegen die Porno-Zensur in England. Bild: news.de-Screenshot (Twitter Nichi Hodgson)

Massenfacesitting gegen Porno-Zensur: Darsteller ziehen vor's britische Parlament

Wie die britische Zeitung The Guardian berichtet, positionierten sich deshalb aufgebrachte Sexarbeiter in den vergangenen Tagen vor dem Parlament. Mit eindeutigen Posen der zukünftig verbotenen Sexstellungen in Pornos sorgten die Frauen und Männer für Aufsehen. Sie hielten Schilder mit der Aufschrift wie «Squirt Doesn't Hurt» hoch, um gegen das neue Gesetz zu protestieren. Viele der mehreren hundert Teilnehmer trugen Latexmasken und hüllten sich in Bettlaken, berichtet der Spiegel.

Organisiert hattw den Protest Sexualtrainerin Charlotte Rose, die via Facebook zum Handeln aufrief. Ihr Plan: Facesitting gegen die Porno-Zensur direkt vor dem Parlament. Doch die Idee sollte nicht nur aufwecken, sondern auch einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde bringen. «Dieses Gesetz ist nicht nur sexistisch, sondern nimmt den Leuten ohne deren Zustimmung auch jede Wahl», zitiert die britische Zeitung The Independent die Veranstalterin.

Zensur im Internet: Keine Pornos für die Briten?

Auch Jerry Barnett von der Anti-Zensur-Gruppe Sex and Censorship erklärte in einem Interview mit der Homepage Vice UK, was alles gegen dieses Gesetz spreche: «Hier erlauben sich Leute moralische Urteile, die endlos darum kämpfen, den Briten das Anschauen von Pornografie zu verbieten», so Barnett.

Erotik-Regisseurin Erika Lust erklärte dem Nachrichten-Magazin N24: «Erziehen und aufklären ist wichtiger als regulieren.»

Porno-Zensur in England: Einschränkung der bürgerlichen Freiheit?

Das strengere Gesetz ist auch in Augen von Rechtsanwälten problematisch. Anwalt Myles Jackman äußert sich in der Tageszeitung The Indepentent kritisch. Er sieht in den neuen Auflagen eine Einschränkung der bürgerlichen Freiheit.

VIDEO: Porno-Film läuft im Familien-Restaurant
Video: clipkit/zoomin

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ife/zij/news.de

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