Von news.de-Redakteurin Ines Fedder - 27.10.2014, 02.07 Uhr

Hooligans gegen Salafisten: Heftige Krawalle bei Gegendemo in Köln

Bei einer Kundgebung in Köln gingen mehr als 4.500 gewaltbereite Hooligans am Sonntag auf die Straße. Es kam zu einer Massenschlägerei. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Pfefferspray ein. 44 Beamte wurden verletzt. Es gab zahlreiche Festnahmen.

Mehr als 2.500 Hooligans gingen am Sonntag in Köln auf die Straße. Bild: Ife

Es braut sich ein neues Feindbild zusammen. Nachdem die Hooligans in der Fußballszene von der Ultra-Bewegung verdrängt wurden, haben sich die gewaltbereiten Anhänger ein neues Ziel gesucht.

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Großdemonstration in Köln: Mehr als 4.500 Hooligans auf der Straße

Am Sonntag gingen mehr als 4.500 Menschen auf die Straße - viele von ihnen Rechtsradikale. Unter dem Deckmantel der «HoGeSa-Bewegung» (Hooligans gegen Salafisten), die sich über soziale Netwerke zusammenschloss, riefen die Gewalttäter gemeinsam dazu auf, den Salafisten die Stirn zu bieten. «Gemeinsam sind wir stark», so ihre Parole.

HoGeSa-Demonstration in Köln: Polizei mit Teilnehmerzahl überfordert

Die Teilnehmerzahl der Demonstration in Köln überstieg die Erwartung der Polizei bei weitem. Hieß es im Vorfeld noch, es würden circa 1.000 Hooligans in der Domstadt erwartet, betrug nach ersten Schätzungen die Teilnehmerzahl am Ende des Tages mindestens 2.500 Menschen. Derzeit geht man von 4.500 Hooligans aus. Eine Anzahl, die bei 6.000 Zusagen via Facebook durchaus absehbar war.

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Und wie ebenfalls zu erwarten, kam es zu massiven Ausschreitungen. Obwohl die Verantwortlichen immer wieder zu einer friedlichen Zusammenkunft ausriefen. Sogar Parteien aus dem linken Lager kamen auf der Rednerbühne zu Wort, fanden jedoch wenig Gehör bei der Zuhörerschaft, deren Antlitz einem Angst und Bange werden ließ - Springerstiefel, kahlrasierte Köpfe und teils vermummte Gesichter.

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