Edathy-Affäre
Dieser «Karatelehrer» drehte die Kinderpornos!

Im Kinderporno-Fall Edathy nehmen die Diskussionen kein Ende. Doch wer steckt hinter den Nacktbildern der Minderjährigen, die der SPD-Politiker sich ansah? News.de zeigt den Mann, der sich als freundlicher Karate-Lehrer ausgab und seine Schützlinge dabei pervers ausbeutete!

Die Materialien, die Sebastian Edathy über das Internet bestellte, seien im «Grenzbereich zu dem, was Justiz unter Kinderpornografie versteht». So äußerte sich am 14. Februar die Staatsanwaltschaft. Edathy selbst hatte sich mehrfach vom Erwerb kinderpornografischer Schriften distanziert, eine Debatte ist losgestoßen, die fragt: Wo beginnt Kinderpornografie, wo sexuelle Ausbeutung und Kindesmissbrauch?

Ausgangsort des Edathy-Kinderporno-Skandals

Fest steht: Der Mann hinter den Bildern, die Edathy erwarb, hatte keine unschuldigen Aufnahmen von Kindern im Sinn. Die «Bild»-Zeitung suchte in Rumänien nach dem Täter, der seine Filme vor dem Hintergrund ‹perverser Sex-Phantasien›, wie die Zeitung es ausdrückt, an die kanadische Firma Azov-Films verkaufte.

Markus R. (35) ist laut «Bild» der Urheber der Kinderpornos. Insgesamt 150.000 Euro habe der Deutsche an Dutzenden dieser Filme verdient. Sein Abnehmer, Azov-Films, ist die Firma, bei welcher auch Edathy bestellte. 2001 sei er in den ländlichen Ort Rânca in Rumänien gezogen.

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Markus R. lockte Kinder zu Nackt-Filmen

Hier erschlich er sich das Vertrauen der Kinder. «Er bot kostenlose Karate-Kurse an, war so freundlich und großzügig. Er hatte ein Planschbecken in seinem Garten - sowas gab es hier sonst nicht. Unsere Eltern vertrauten ihm», erzählte Cristi, inzwischen 18, der «Bild».

Doch die Kinder sollten nicht nur harmlos miteinander spielen. Markus R. ließ die Kinder miteinander ringen und sich berühren. Er bot ihnen Geld dafür, sich in Unterhose oder gar nackt zu zeigen. Für die Filme, deren junge«Darsteller» mitunter erst acht Jahre alt waren, habe er bis zu 3000 Euro erhalten.

Kinderporno-Produzent flieht - und macht weiter!

Nachdem ein Nachbar seine Taten entlarvt hatte, floh Markus R. dem Bericht zufolge in ein Nachbardorf - um dort die perversen Filme fortzusetzen. Insgesamt 200 Jungen habe er für die Filme ausgebeutet.

Jetzt lebt der Mann nach zweijähriger Haft in Süddeutschland. Seine Opfer werden ihn jedoch nicht vergessen. «Wir schämen uns. Ich bin wie leer, da ist nichts. Nähe und Vertrauen kann ich nicht mehr aufbauen», sagt Cristi der «Bild»-Zeitung. Ein weiteres Opfer, Andrei, sei laut seiner Mutter zwei Jahre lang in Therapie gewesen und wolle nie wieder an den Ort zurückkommen.

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