Von news.de-Redakteurin Isabelle Wiedemeier - 16.02.2014, 10.59 Uhr

Einwanderungsland total: Deutscher Döner oder was?!

Okay, das Bild vom Döner ist abgedroschen. Aber die Fleischtasche demonstriert besser als alles andere, was heutzutage als «ziemlich deutsch» gilt. Spaghetti Bolognese ist Lieblingsgericht Nr. 1 und jedes dritte Kind unter sechs Jahren hat einen Migrationshintergrund. Ein Buch stellt das neue Deutschland vor.

Der Döner ist zu einem Liebling der Deutschen geworden. Bild: dpa

Döner Kebab triumphiert seit ein paar Jahren auch in Spanien. In das kleine Dorf bei Alicante, in dem ich jahrelang gelebt habe, hat ihn ein Deutscher geholt. Die Leuchtreklame lockt dort mit dem Slogan: «Türkische Tradition - deutsche Qualität».

Der Südländer ist...

Am 30. Oktober 1961 wirbt Deutschland die ersten türkischen Arbeitskräfte an. 1962 erfahren die überforderten Deutschen aus dem «Knigge», wie sie mit diesen Menschen umzugehen haben: «Der Südländer ist von Natur liebenswürdig und schätzt eine liebenswürdige Umgangsart. Eine kleine Gefälligkeit, zum Beispiel eine angebotene Zigarette, gewinnt sein Herz im Nu.»

Die Definition des Südländers erstreckt sich über zwei Seiten und ist unbedingt lesenswert! Finden können Sie sie in dem neu erschienenen Band «Ziemlich Deutsch - Betrachtungen aus dem Einwanderungsland Deutschland», das sich in Artikeln, Interviews und pittoreken Funkstücken dem nähert, was Deutschland heute ist - ein Land, in dem jeder fünfte irgendwie nicht ursprünglich aus Deutschland kommt.

Keine Frage, der Südländer hat diesem Land inzwischen seinen sympathischen Stempel aufgedrückt. Lesen Sie hier, wie:

Das ist also typisch Deutsch
Einwanderungsland
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