Frauenpower dank von der Leyen: Mädels an die Waffen?!

«True Girl Power» nannte Schwedens Außenminister ein Foto von vier Verteidigungsministerinnen, das er via Twitter in die Welt blies: Skandinavien, Niederlande, Deutschland - ist eine erste Frau an der Waffe jetzt das Symbol für ein modernes Land? Wir gehen dem Phänomen auf den Grund.

Die Jungs kämpfen mit Stöcken, die Mädels sitzen am Tisch und malen. Das ist auch in modernen Kitas immer noch normal. Später dann: Nur knapp zehn Prozent der Soldaten in Deutschland sind weiblich, der Großteil im Sanitätsdienst.

Doch nun haben Mädchen ein Rollenvorbild ganz oben: Ursula von der Leyen ist als Verteidigungsministerin die Oberchefin der Bundeswehr. «True Girls Power», wahre Mädchen-Kraft, nannte Schwedens Außenminister Carl Bildt das in der vergangenen Woche, als er den Moment, in dem von der Leyen neben ihren Amtskolleginnen aus Norwegen, Schweden und den Niederlanden saß, mit seinem Handy verewigte.

Macht eine Verteidigungsministerin ein modernes Land aus?

Das Bild wurde bei Twitter immerhin mehr als 2000 mal retweetet, der Eindruck drängt sich auf: Ein modernes, durch und durch gleichgestelltes Land vom skandinavischen Zuschnitt braucht eben auch eine VerteidigungsministerIN.

Jetzt ist also auch Deutschland soweit. Eine Kanzlerin, das ist eine Sache. Aber eine Frau sozusagen stellvertretend an der Waffe, das zeugt von der Auflösung der Geschlechterbarrikaden. Oder?

Zunächst ist festzustellen: Deutschland ist in dieser Beziehung, wie ein Kita-Kind sagen würde, Bummelletzter! Nicht nur in skandinavischen Ländern herrschten schon lange vor von der Leyen Frauen über die Männerdomäne Militär. Sehen Sie hier, wo schon seit den 1990er Jahren Frauen für Krieg zuständig sind:

FOTOS: Echte Frauenpower Wo Frauen über Krieg entscheiden

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