03.12.2013, 16.43 Uhr

Weltatlas Prostitution: Wo Nutten und Freier sich strafbar machen

Im Grundsatz sind sich CDU/CSU und SPD weitgehend einig: Im Rotlicht-Milieu muss sich einiges ändern, um den Prostituierten zu helfen. Weitergehende Forderungen wie ein Verbot des Gewerbes scheinen jedoch keine Chance zu haben. News.de blickt in andere Länder.

Union und SPD wollen in einer großen Koalition die Lage von Prostituierten verbessern und die Zwangsprostitution konsequent bekämpfen. CDU und CSU stellten dazu am Dienstag in Berlin bereits eine Reihe von konkreten Eckpunkten vor.

Dazu gehören unter anderem eine stärkere Kontrolle der Bordelle, zusätzliche Beratungsangebote für Prostituierte und eine bessere Unterstützung für die Opfer von Zwangsprostitution. Jede Imbissbude werde derzeit besser kontrolliert als eine Prostitutionsstätte, bemängelte Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU).

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Frankreich will Freier blechen lassen

Auch in Frankreich steht eine Verschärfung des Prostitutionsgesetzes kurz bevor. Dort sollen künftig Freier statt wie bisher Prostituierte bestraft werden. Über ein entsprechendes Gesetz entscheidet an diesem Mittwoch die Nationalversammlung in Paris in erster Lesung. Freiern droht danach bis zu 1500 Euro Geldbuße, wenn sie bei Prostituierten entsprechende Dienstleistungen anfordern. Im Wiederholungsfall summiert sich die Strafe auf 3750 Euro.

Die Strafe ist heftig umstritten. Prostituierte fürchten, ihr Gewerbe werde in den Untergrund gedrängt und für sie noch gefährlicher. In Deutschland dagegen gilt seit 2002 eines der liberalsten Prostitutionsgesetze weltweit. Wie andere Länder das wohl älteste Gewerbe der Welt handhaben, lesen Sie hier:

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