Boston-Anschläge Attentäter Zarnajew wird schriftlich verhört

Terror in den USA
Boston Marathon wird zum Lauf des Schreckens
Plötzlich war das Sportliche unwichtig. Zwei verheerende Explosionen erschüttern am 15. April 2013 den 117. Boston Marathon. Mindestens drei Menschen werden getötet, mehr als 130 verletzt, als die Bomben in der Nähe der Ziellinie detonieren. (Foto) Zur Fotostrecke

Dschochor Zarnajew ist aufgewacht. Der mutmaßliche Attentäter des Boston Marathons kann nicht sprechen, weil eine Kugel seine Zunge durchbohrte. Zarnajew soll deshalb schriftlich verhört werden. Dem Bomber von Boston droht die Todesstrafe.

Der überlebende mutmaßliche Bombenattentäter des Boston Marathon ist im Krankenhaus aufgewacht. Dschochar Zarnajew antworte in seinem Krankenbett schriftlich auf Fragen der Ermittler, berichten Medien. Zu einer Anklage durch einen Bundesrichter kommt es nach den Medienberichten frühestens am Montag.

Zarnajew wird im Beth Israel Deaconess Medical Center von Boston unter anderem wegen einer schweren Schusswunde am Hals behandelt und kann nicht sprechen. Der 19-Jährige wird beatmet und stehe unter Beruhigungsmitteln. Die Ermittler konzentrierten sich bei ihrem ersten Verhör auf die Frage, ob es noch weitere Komplizen oder versteckte Sprengsätze gebe.

Fahnder der Bundespolizei FBI mutmaßten, dass der 19-Jährige sich die Schusswunde am Hals selber zugefügt haben könnte, um sich vor seiner Ergreifung durch die Polizei am Freitag das Leben zu nehmen. Zarnajew liegt unter schwerer Bewachung in der Klinik, in der auch elf der Opfer des Attentats vom vergangenen Montag liegen. Rund 40 weitere Verletzte werden noch immer in anderen Krankenhäusern der Stadt im Bundesstaat Massachusetts behandelt.

Zarnajew soll nach Aussagen der Ermittler frühestens am Montag von einem Bundesrichter angeklagt werden. Da er sich in einem derart kritischen Zustand befinde, werde der Richter oder ein Vertreter ihn an seinem Krankenbett über die Anklagepunkte informieren. Die Anklageverlesung werde dann später erfolgen.

Der Verdächtige muss mit der Todesstrafe rechnen. Massachusetts hat sie zwar abgeschafft, die USA als Staat aber nicht. Der TV-Sender CNN zitierte einen Beamten aus dem Justizministerium mit den Worten, Zarnajew müsse sich wohl nach Bundesrecht wegen Terrorismus verantworten und nach Landesrecht wegen Mordes. Streitpunkt war auch, ob Zarnajew bei seiner ersten Anhörung ein Recht zu schweigen oder auf einen Anwalt hatte. Das Justizministerium hatte vorläufig entschieden, ihn ohne diese sogenannten Miranda-Rechte zu vernehmen. Eine Ausnahmeregelung macht dies möglich, wenn unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung besteht und der Festgenommene als «feindlicher Kämpfer» identifiziert ist.

Die mutmaßlichen Bombenattentäter des Boston Marathons planten nach Auffassung der Ermittler womöglich noch weitere Anschläge. Wie der Bostoner Polizeichef Ed Davis am Sonntag dem TV-Sender CBS sagte, hätten die Beamten im Rahmen ihrer Verfolgung der beiden Brüder Tamerlan und Dschochar Zarnajew ein Arsenal hausgemachter Bomben und Materialien sichergestellt.

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jag/news.de/dpa

Leserkommentare (18) Jetzt Artikel kommentieren
  • putinfanatiker
  • Kommentar 18
  • 27.04.2013 12:52

!!! Na K 12 !!! Kennst wohl das Zuberwort nicht , soll ich es Dir veraten ???

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  • putinfanatiker
  • Kommentar 17
  • 26.04.2013 05:35

!!! zK 12 !!! das ist korekt ich bin wirklich der ALLERSCHAERFSTE und ich kann dir auch sagen weshalb ich mir diesen sehr schoenen nicknamen ausgesucht habe WILLST DU ES WISSEN ? wenn du schoen bitte sagst dann wirst du es von mir erfahren das ist versprochen ! und da wo ich herkomme da spricht man plattdeutsch und da ist eben mal SIGFRIED auf PLATTDEUTSCH eben Sigge und nicht anders !

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  • marek
  • Kommentar 16
  • 25.04.2013 22:17

Feierabehhnd!

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