Im Umfragetief Stempelt sich Steinbrück selbst ab?

Von Gabriel bis Wowereit
Das «Who is Who» der SPD

Getrennter Sportunterricht für muslimische Jungen und Mädchen? Für SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück mehr als vorstellbar, wie er bei einer Veranstaltung verkündete. Prompt hagelt es Kritik, er würde die Integration von Muslimen in Deutschland gefährden. Auch sonst sinken seine Umfragewerte.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück droht neues Ungemach. Nach Bild-Angaben soll sich Steinbrück bei einer «Klartext»-Veranstaltung am Mittwoch in Berlin für einen getrennten Sportunterricht für muslimische Jungen und Mädchen ausgesprochen haben. «Wenn die Schulen es einrichten können, sollten sie da Rücksicht auf die religiösen Gefühle nehmen und getrennten Sportunterricht anbieten», zitiert das Blatt den SPD-Politiker.

Hintergrund war die Frage eines Schülers, wie weit Toleranz geht und berichtete von einem Muslim-Vater, der sich gegen gemeinsamen Sportunterricht seiner Tochter mit Jungen gewehrt hatte. Steinbrücks Äußerungen lösten umgehend Widerspruch bei Integrationsexperten aus.

Berlins langjährige Ausländerbeauftragten Barbara John (CDU) sagte der Zeitung: «Die Diskussion über eine Trennung ist von gestern.» FDP-Innenpolitiker Serkan Tören fügte hinzu: «Wer Jungen und Mädchen trennt», der spaltet die Gesellschaft. «Getrennter Unterricht ist auch ein ganz falsches Signal für die Integration von Muslimen in Deutschland.»

Politiker an der Uni
Plötzlich Professor

Steinbrück verliert deutlich an Vertrauen

Indes geht die Zufriedenheit der Deutschen mit der politischen Arbeit des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück weiter stark zurück. Laut dem aktuellen ARD-«Deutschlandtrend» liegt sie nur noch bei 32 Prozent - das sind vier Punkte weniger als im Vormonat. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt mit 68 Prozent weiter die meiste Zustimmung.

Den zweiten Platz belegt Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 63 Prozent. Platz drei teilen sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier mit jeweils 54 Prozent. Wirtschaftsminister und FDP-Chef Philipp Rösler bleibt das Schlusslicht mit einer Zustimmung von 18 Prozent.

Für den ARD-«Deutschlandtrend» befragte das Institut Infratest dimap aktuell repräsentativ 1002 Wahlberechtigte in Deutschland per Telefon. Die Fehlertoleranz liegt bei 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.

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sca/news.de/dapd/dpa

Leserkommentare (10) Jetzt Artikel kommentieren
  • Edith
  • Kommentar 10
  • 10.04.2013 12:34

Herr Steinbrück hat sich genug disqualifiziert und mit ihm die SPD. Wer 25.000.- pro Rede locker einstreicht und bei der Agenda froh mitgewirkt hat , ist untragbar. In der BRD bekommt für lebenslange Arbeit die Durchschnittsrentnerin (mit Ausbildung) unter 1.000.- Euro Rente. Und was streicht Herr Steinbrück so neben seinen Abgeordneten- bezügen ein ? Er ist eine Schande für jeden rechtschaffenden Menschen.

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  • Floydt
  • Kommentar 9
  • 07.04.2013 21:57

Welchen Auftrag erhielt steinbrück bei den bilderbergern. Alles sieht danach aus Merkel die Steigbügel zu halten damit sie uns weiter verkauft. Er betreibt durch seine fettnaepfchen Wahlkampf gegen die sogenannten "Sozialdemokraten" das es nicht offensichtlicher sein kann. Weg mit diesem Seelenverkäufer!

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  • Wächterrat
  • Kommentar 8
  • 06.04.2013 21:31

Man kann sich auch ein Deutschland ohne SPD vorstellen. Ganz gut sogar.

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Integrations-Kritik an Steinbrück: Peer Steinbrück will getrennten Sportunterricht für Muslime » Politik » Aktuelles

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