Nordkorea Und täglich droht der Meinungswechsel

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Erst eine Langstreckenrakete kurz vor Weihnachten, dann eine vielversprechende Friedensansprache zum neuen Jahr, jetzt wieder auf Krawall gebürstet: Nach neuen Sanktionen durch die UN will Nordkorea seine atomare Macht weiter ausbauen - steht jetzt der dritte Atomwaffentest bevor?

Nordkorea lässt die nuklearen Muskeln spielen als Reaktion auf die neuen Sanktionen des Weltsicherheitsrats der Vereinten Nationen. Wenige Stunden nachdem das UN-Gremium mit der Stimme Chinas den jüngsten Raketenstart Pjöngjangs vom Dezember in einer Resolution verurteilt hatte, kündigte das nordkoreanische Außenministerium heute an: Die «militärischen Fähigkeiten zur Selbstverteidigung inklusive nuklearer Abschreckung» werden ausgebaut; die «feindliche US-Politik» werde «mit Stärke, nicht mit Worten gekontert». Verhandlungen über nukleare Abrüstung kämen nicht länger infrage.

Bereitet Nordkorea einen weiteren Atomwaffentest vor?

Zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat einstimmig eine neue Resolution verabschiedet, die den Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete am 12. Dezember verurteilt. Der Westen vermutet hinter der Aktion die heimliche Vorbereitung eines dritten Atomwaffentests, Pjöngjang will dagegen lediglich einen Beobachtungssatelliten zu Forschungszwecken ins All geschossen haben. Die Resolution sieht zudem erstmals seit vier Jahren neue Sanktionen vor: Neben den ausländischen Vermögen der nordkoreanischen Raumfahrtagentur sollen auch die Konten mehrerer Unternehmen und Personen eingefroren werden. Gegen vier Regierungsvertreter wurden Reisesperrenverhängt.

 

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Auch China scheint frustriert

Der Weltsicherheitsrat verlangte zudem, dass Pjöngjang sein nukleares Waffenprogramm «vollständig, nachvollziehbar und unwiderruflich» aufgeben sowie auf jegliche Raketenstarts verzichten müsse. Der Forderung schloss sich auch China an - Nordkoreas engster Verbündeter und Wirtschaftspartner, der bislang immer sein Veto gegen Sanktionen eingelegt hatte. Peking scheint frustriert über seinen provokanten Nachbarn, so auch die Meinung politischer Analysten.

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Nukleare Abrüstung ist für Nordkorea «indiskutabel»

Als Reaktion darauf kündigte das Außenministerium in Pjöngjang an, eine Fortführung der sogenannten Sechs-Parteien-Gespräche über nukleare Abrüstung sei indiskutabel: «Es kann Gespräche über Frieden und Stabilität in der Region geben, aber keine Gespräche über eine Denuklearisierung der (koreanischen) Halbinsel.» An den Sechsergesprächen sind neben Nord- und Südkorea auch China, Russland, Japan und die USA beteiligt.

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les/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • zombie1969
  • Kommentar 1
  • 24.01.2013 14:42

Nordkorea scheint sein Geld ausschliesslich in Waffen zu investieren. Da bleibt dann halt nichts mehr übrig für die hungernde Bevölkerung. Immerhin darf Nordkorea nach wie vor auf die volle Unterstützung der europäischen rot-grünen Traumtänzer setzen da diesen doch der ganze Ostblock unter den wackligen Füssen wegbrach.

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