Gewalt in Ägypten: Schießereien auf dem Tahrir-Platz

Ägypten steht vor einer neuen Welle der Gewalt. Am Dienstagmorgen wurden auf dem Tahrir-Platz mehrere Menschen bei einer Schießerei verletzt. Für den Nachmittag haben Gegner und Unterstützer von Präsident Mursi Demonstrationen angekündigt.

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zurück Weiter Baschar al-Assad ist seit 2000 Präsident von Syrien. Statt demokratischer Öffnung erfolgte kurz nach seinem Amtsantritt eine Zentralisierung der Macht. (Foto) Foto: dpa/SANA/Archiv Kamera

Die Islamisten und ihre Gegner bereiten sich in Kairo auf einen neuen Schlagabtausch vor. Die Gegner von Präsident Mohammed Mursi wollen am Dienstagnachmittag gegen das geplante Verfassungsreferendum demonstrieren. Die Organisatoren erklärten, sie hätten die Routen für ihre Protestmärsche so gewählt, dass Zusammenstöße mit den Islamisten vermieden würden. Diese planen zur gleichen Zeit Solidaritätskundgebungen für Mursi.

In Luxor hatten die Islamisten bereits am Montagabend demonstriert. Sie riefen: «Das Volk will die Einführung der Scharia». Außerdem forderten sie die Passanten auf, bei der Volksabstimmung am Samstag für die Verfassung zu stimmen.

Bei einer Schießerei auf dem von Demonstranten besetzten Tahrir-Platz in Kairo wurden am frühen Morgen neun Menschen verletzt. Staatliche Medien berichteten, nach einem Streit zwischen Demonstranten und Straßenhändlern seien Schüsse gefallen.

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Das Nachrichtenportal youm7 meldete, ein Islamist sei an den Folgen von Verletzungen gestorben, die er sich bei der Straßenschlacht zwischen Mursi-Gegnern und Muslimbrüdern vor dem Präsidentenpalast am Mittwoch vergangener Woche zugezogen hatte.

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jag/news.de/dpa

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2 Kommentare
  • zombie1969

    12.12.2012 09:40

    Israel als einzige Demokratie in der Region, hat offenbar vollkommen recht seine Nachbarstaaten genau zu beobachten und in diesem feindlichen Umfeld entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Abkommen oder eine enge Zusammenarbeit mit diesen Ländern scheint in absehbarer Zeit der eigenen Sicherheit halber ausgeschlossen. Immerhin lassen die Unruhen in den muslimischen Ländern die europäischen rotgrünen Träumer und Israel/USA-Hasser noch blöder dastehen als bis anhin schon.

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  • nichtssager

    11.12.2012 12:10

    So so fordert auf ? Ich weiß ob Bedrohung und erpressung mit einer Aufforderung gleich zu setzen ist. Seltsame Art Tatsachen zu umschreiben haben die Nachrichtenagenturen. Die Muslimbrüder haben schon zur ersten wahl Menschen Massiv unter Druck gesetzt und mit Lebensmitteln etc. pp gekauft. Ist mir ein Rätsel im Zusammenhang mit der Wahl das Wort Demokratie zu erwähnen. Es ist wie immer in der Geschichte. Eine Fanatische Minderheit sorgt für das Leid eines ganzen Volkes !!

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