Finanzkrise Neue Gnadenfrist für Griechenland

Ende November droht Griechenland die Pleite. Eigentlich. Denn offenbar sollen die Helenen mehr Zeit bekommen, um ihre Neuverschuldung zu bremsen. Obwohl das bisher eine der Bedingungen für die Hilfskredite war, werden die wohl trotzdem ausgezahlt.

Griechenland: Der Weg in die Krise

Statt bereits 2014 muss Griechenland seine Neuverschuldung erst 2016 wieder unter die EU-Obergrenze von drei Prozent drücken. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung ohne nähere Quellenangaben.

Auch die Fristen für die Umsetzung von Reformen auf dem Arbeitsmarkt und in der Energiewirtschaft sowie für den Verkauf staatlicher Betriebe und Grundstücke werden verlängert. Zugleich könne Ministerpräsident Antonis Samaras damit rechnen, dass die Euro-Partner in Kürze den dringend benötigten nächsten Hilfskredit in Höhe von fast 32 Milliarden Euro freigeben werden. Würde die Tranche nicht ausgezahlt, stünde das Land Ende November vor der Pleite.

Bei den Privatisierungserlösen peile Athen bis Ende 2015 nur noch eine Summe von 8,8 Milliarden statt der bisher veranschlagten 19 Milliarden Euro an, hieß es weiter. Das ergebe sich aus dem Entwurf für ein sogenanntes Memorandum of Understanding, also für eine Absichtserklärung, die die Griechen und ihre internationalen Geldgeber miteinander ausgehandelt haben.

Grund für die Entscheidung ist offenbar gewesen, dass Griechenland seiner Reformpflicht nachkomme und dass aktuelle finanzielle Engpässe vor allem auf die Rezession im Land zurückzuführen seien.

Bestätigt ist der Bericht der Süddeutschen Zeitung bislang allerdings nicht. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, gebe es zwar einen Entwurf für die Fristverlängerung. Über die Bedingungen dieses Aufschubs werde aber noch verhandelt.

Auch deutsche Regierungskreise dementieren offenbar. Hier heißt es, man wolle auf den Bericht der Troika aus EU, Internationalem Währungsfond und Europäischer Zentralbank warten.

ham/news.de/dapd

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Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • 0815
  • Kommentar 5
  • 26.10.2012 14:20

Merkel, Kohls Mädchen ist nicht die Mitschuldige an der EU-Katastrophe, sondern die Hauptschuldige direkt nach ihrem europaverrückten Mentor. Die beiden haben alle Voraussetzungen geschaffen, um uns zu enteignen. Und was unternehmen wir dagegen? 48% sprechen ihr das Vertrauen aus und 2013 wird sie zusammen mit der Sozialklimbim-Partei eine Große Koalition bilden. Sind wir wirklich so bescheuert?

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  • Oliver
  • Kommentar 4
  • 26.10.2012 08:47

Der Euro wird bald Spielgeld sein, ich warte schon auf den 1000 Euroschein. Schafft alle anleihen in die Zentralbank und dann spaltet sie in 17 Teile!! Und bitte no Bail out nicht vergessen. Wütende horden sitzen in den Parlamenten und beschließen einen Stuss nach dem anderen, wer sich über die Nebenwirkungen der Transaktionsteuer informiert hat, wird dort ganz sicher auch etwas von steigenden Renditen gelesen haben. Also die Anleihen werden jetzt durch Marktmanipulation künstlich getrieben.

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  • Pazifiko
  • Kommentar 3
  • 24.10.2012 19:56

Diese Krise wird kein Ende finden solange diejenigen, die sie provoziert haben und weiter provozieren, von ihr auch noch profitieren dürfen!

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