Femen Nackter Protest im Louvre

Direkt vor der Venus von Milo zogen die Frauenrechtlerinnen von Femen blank: Im Pariser Louvre protestierten sie gegen den Umgang mit einer mutmaßlich vergewaltigten Frau in Tunesien. Sie soll von zwei Polizisten missbraucht worden sein.

Frauenprotest: Blanker Busen gegen Missstände

Mit nackten Brüsten haben Frauenrechtlerinnen der Gruppe Femen im Pariser Louvre gegen den Umgang mit einer mutmaßlich vergewaltigten Frau in Tunesien protestiert. Vor der Venus von Milo skandierten die Aktivistinnen Parolen wie «Zur Frau sein verdammt» oder «Vergewaltigung ist ein Verbrechen». Sie riefen die Frauen zum weltweiten Protest auf.

In Tunis sorgt ein Verfahren um eine 27-Jährige für Aufsehen, die von zwei Polizisten in einem Auto vergewaltigt worden sein soll. Ein dritter Polizist soll derweil ihren Freund mit Handschellen gefesselt haben. Die Polizisten geben an, der Geschlechtsverkehr habe einvernehmlich stattgefunden. Gleichzeitig wird wegen «unsittlichen Verhaltens» gegen die Frau ermittelt.

Die aus der Ukraine stammende Gruppe Femen hatte im September ein Zentrum in Paris eröffnet. In dem ersten Auslandsbüro sollten Feministinnen lernen, wie sie Sicherheitskräften entkommen. Weitere Zentren seien in Montréal, New York und São Paulo geplant. Kürzlich war eine der Femen-Führungsfiguren nach Paris geflohen. Gegen sie wird in der Ex-Sowjetrepublik wegen der Zerstörung eines Holzkreuzes ermittelt. Femen-Aktivistinnen demonstrieren häufig mit nackten Oberkörpern für Frauenrechte.

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jag/kls/news.de/dpa

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • wingsi
  • Kommentar 2
  • 08.10.2012 00:56

machen wir uns doch nichts vor.Diese Femmen sind ein eingetragener Verein und haben finanzielle Interessen.Mit deutschen Missbrauchsopfern wollten sie sich nicht solidarisieren und haben eine schon geplante Aktion in Berlin fallengelassen.

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  • Leseratte
  • Kommentar 1
  • 06.10.2012 16:30

Die Zivilcourage dieser Frauen imponiert mir SEHR!!!! ICH hätte nicht den Mut "blank zu ziehen" noch dazu in einem derart gut besuchten Museum und im Handy Zeitalter!!! Heutzutage ist es doch eine Kleinigkeit, mit einem Handy einen Schnappschuss von blanken Feministinnen zu machen und das womöglich ins WWW zu stellen!

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