Mohammed-Video Mutmaßlicher Drahtzieher muss hinter Gitter

Weil er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen haben soll, ist der mutmaßliche Drahtzieher des Mohammed-Schmähvideos verhaftet worden. Die Richterin sagte, er stelle außerdem eine «Gefahr für die Allgemeinheit» dar.

Der mutmaßliche Drahtzieher des islamfeindlichen Schmähvideos, das die schweren Unruhen in der islamischen Welt ausgelöst hatte, muss nach Angaben der Los Angeles Times ins Gefängnis. Nakoula Basseley Nakoula habe möglicherweise seine Bewährungsauflagen verletzt, erklärte demnach eine Bundesrichterin in Los Angeles am Donnerstag.

Der 55 Jahre alte Mann habe unter anderem gegenüber Bewährungshelfern falsche Angaben gemacht, sagte Richterin Suzanne Segal. Zudem stelle er eine «gewisse Gefahr für die Allgemeinheit» dar. Dem Gericht fehle zur Zeit das Vertrauen in den Mann, meinte die Richterin.

Nakoula hat nach früheren US-Medienberichten zufolge eine kriminelle Vergangenheit. Er sei 2010 wegen Bankbetrugs zu einer Haftstrafe von 21 Monaten verurteilt, aber nach einem Jahr entlassen worden. Ihm sei auch für fünf Jahre der Zugang zum Internet verboten worden.

Mohammed-Video
Ein schlechter Film wird zum Brandsatz

Der Film Unschuld der Muslime, der den Propheten Mohammed als Frauenheld, Homosexuellen und Päderasten schildert, wurde im Sommer 2011 in der Nähe von Los Angeles gedreht. Einige US-Medien bezeichnen Nakoula als Filmemacher oder Produzent, andere als Drahtzieher hinter dem Streifen.

zij/news.de/dpa

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Oliver
  • Kommentar 2
  • 01.10.2012 12:50

Ein Bauernopfer! Ansonsten ist wie bei den Sozen so üblich nichts neues auf dem Tisch gekommen, ob er wirklich der Produzent ist, ist nämlich noch gar nicht bestätigt, aber man möchte den Islamisten wahrscheinlich eine Gelegenheit geben ihre Religion wiedereinmal in die Tat umzusetzen.

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  • zombie1969
  • Kommentar 1
  • 28.09.2012 11:53

"Ein pakistanischer Minister setzte ein Kopfgeld in Höhe von 100.000 Dollar (77.600 Euro) auf den Produzenten des Films aus" Jene die zu Kopfgeldjagd aufrufen sind mit Drohnen konsequent zu verfolgen. Solchen Terroristen müssen die Grenzen unmissverständlich aufgezeigt werden.

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