Bundestagswahl 2013 Steinbrück wird angeblich Kanzlerkandidat

Von Gabriel bis Wowereit
Das «Who is Who» der SPD

Die Spekulationen zur K-Frage reißen nicht ab: Die SPD dementiert, dass die Entscheidung schon gefallen ist. Doch Medienberichten zufolge steht Ex-Finanzminister Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat schon fest.

In der SPD verstärken sich die Hinweise für eine Kanzlerkandidatur von Peer Steinbrück. Laut einem Medienbericht werden die Sozialdemokraten mit dem Ex-Finanzminister an der Spitze im kommenden Jahr in den Bundestagswahlkampf ziehen. Darauf liefen Gespräche zwischen Parteichef Sigmar Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Steinbrück hinaus, meldete das Magazin Cicero.

Danach solle Steinbrück noch vor Weihnachten offiziell ausgerufen werden, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf «mehrere mit dem Vorgang vertraute Sozialdemokraten». Mit dem 65-jährigen Steinbrück rechne sich die «Troika» im nächsten Jahr die besten Wahlchancen gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus.

In der SPD wurde die Darstellung scharf dementiert. «Es gibt definitiv keinen neuen Stand in der K-Frage der SPD. Daran ändern auch die verschiedensten Medienveröffentlichungen nichts», erklärte Generalsekretärin Andrea Nahles.

Platz 1 auf der Landesliste so gut wie sicher

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wird Steinbrück den Spitzenplatz der NRW-SPD für die Bundestagswahl 2013 erhalten. Führende Mitglieder der nordrhein-westfälischen Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion gehen fest davon aus, dass ihm Platz 1 der Landesliste angeboten wird. Endgültig entschieden wird über die Aufstellung im bundesweit größten SPD-Landesverband im März 2013. Die NRW-SPD wollte sich nicht zu der Personalie äußern.

Steinbrück war am vergangenen Wochenende mit fast 98 Prozent erneut als Bundestagskandidat in seinem rheinischen Wahlkreis Mettmann aufgestellt worden, den er zuletzt nicht direkt gewonnen hatte. 2009 hatte der ehemalige Düsseldorfer Ministerpräsident Platz 3 der NRW-Reserveliste. An der Spitze stand der damalige SPD-Bundesvorsitzende Franz Müntefering.

In der Berliner SPD-Landesgruppe wird erwartet, dass Müntefering 2013 nicht mehr antritt. Dessen Frau Michelle kandidiert in dem für die SPD relativ sicheren Wahlkreis Herne/Bochum II erstmals für den Bundestag.

zij/news.de/dpa

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • hpklimbim
  • Kommentar 3
  • 23.09.2012 08:45

Vielleicht haben der SPD-Mops und Steinmeierchen erkannt, dass es das Beste sein wird, wenn sie erst mal diesen Raffgeier zum Verheizen an die Wahlkampffront schicken......

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  • hpklimbim
  • Kommentar 2
  • 22.09.2012 21:43

sollte "sozial" heißen....

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  • hpklimbim
  • Kommentar 1
  • 22.09.2012 21:41

Dann scheint wohl auch schon beschlossen zu sein, dass Erich`s Drachen auch noch nach der nächsten Wahl nach belieben schalten und walten kann. Herr Steinbrück hat dann weiterhin ausreichend Zeit, sich um seine viele einträglichen Nebenbeschäftigungen kümmern zu können. Denn wer damit so viel verdient wie er, kann am Amt des Bundeskanzlers kein wirkliches Interesse haben. Für ihn als engagierten, aufrechten und ehrlichen Sozialdemokraten kann so ein Einkommen wie das des Bundeskanzlers nur Peanuts sein. Wirklich demokratisch ist in diesem Land schon lange nichts mehr. Aber sizial???????

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