Mohammed-Karikaturen Frankreich schließt aus Angst 20 Botschaften

Immer wieder Öl ins Feuer gießen: Ein französisches Satire-Magazin hat trotz der blutigen Proteste gegen ein islamfeindliches Schmäh-Video neue Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlicht. Frankreich schließt aus Angst vor Reaktionen vorsichtshalber 20 Botschaften.

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Das französische Satire-Magazin Charlie Hebdo macht ernst und hat neue Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlicht. Am Mittwochmorgen war bereits der Internetauftritt der Zeitschrift nicht mehr erreichbar. Zunächst war unklar, ob die Website von religiös motivierten Hackern lahmgelegt wurde.

Nach der Veröffentlichung neuer Mohammed-Karikaturen werden am Freitag vorsorglich zahlreiche französische Einrichtungen im Ausland geschlossen. Betroffen seien Botschaften, Konsulate und Schulen in 20 Ländern, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Außenministerium. Gewalttätige Reaktionen nach dem Freitagsgebet werden demnach nicht ausgeschlossen.

Für strenggläubige Muslime sind Filme oder Karikaturen anstößig, die den Propheten Mohammed als Person zeigen. Dies ist nach ihrer Glaubensauffassung verboten. Mohammed-Karikaturen hatten schon mehrfach gewaltsame Proteste in der islamischen Welt ausgelöst. Anfang 2006 kamen dabei mehr als 150 Menschen ums Leben. Auslöser waren Karikaturen in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten.

Das Magazin Charlie Hebdo hatte die Veröffentlichung der Karikaturen bereits im Vorfeld verteidigt und auf die Pressefreiheit verwiesen. Sie seien nicht provozierender als gewöhnlich, sagte der verantwortliche Redakteur Stéphane Charbonnier. Die Zeichnungen in der aktuellen Mittwochausgabe würden nur diejenigen schockieren, die schockiert sein wollten.

Seit einer Woche gibt es in der arabisch-islamischen Welt massive Proteste gegen ein in den USA produziertes Schmäh-Video über den Propheten. Das Terrornetz Al-Kaida hat dazu aufgerufen, US-Botschaften zu stürmen und Diplomaten zu töten. Bei Angriffen starben bereits etliche Menschen, unter ihnen der US-Botschafter in Libyen.

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Video: afp

Die französische Regierung rief die Medien des Landes am Dienstagabend dazu auf, vor dem Hintergrund der aktuellen Situation Verantwortungsbewusstsein zu zeigen. Er missbillige jeglichen Exzess, hieß es in einer Stellungnahme von Premierminister Jean-Marc Ayrault. In Frankreich gelte die Meinungsfreiheit, zugleich müssten aber Toleranz und Respekt gegenüber religiösen Überzeugungen gewahrt bleiben.

Der Rat der Muslime Frankreichs CFCM verurteilte die Veröffentlichung als «neuen islamfeindlichen Akt», rief aber dazu auf, besonnen zu reagieren. Ähnlich äußerte sich der Leiter der Großen Moschee von Paris, Dalil Boubakeur.

Das Satiremagazin hatte wegen ähnlicher Provokationen bereits mehrfach Ärger. Nach der Veröffentlichung einer «Scharia»-Sonderausgabe mit einem «Chefredakteur Mohammed» gingen im November 2011 die Redaktionsräume in Flammen auf. Auch damals legten Hacker zeitweise die Website lahm. Das Redaktionsgebäude wurde am Dienstagabend unter verstärkten Polizeischutz gestellt.

sca/news.de/dpa

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Leserkommentare (7) Jetzt Artikel kommentieren
  • worlddownfall
  • Kommentar 7
  • 22.09.2012 13:04
Antwort auf Kommentar 2

ich finds lustig - zumal usa und europa genau diesen staaten waffen liefern - lol - so kanns gehen - wir brauchen doch erstmal nur das öl damit hier die idioten alle brav zur arbeit fahren können. die menscheheit hat sich kaum ein stück nach vorne bewegt - wie grosse kinder die sich im sandkasten um den bagger streiten - lol

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  • Kleber
  • Kommentar 6
  • 20.09.2012 11:41

Der Tolerante ist solange tolerant, bis er zum Trottel wird, weil andere ihm mit Intoleranz begegnen und ihn für schwach und doof halten. Jetzt sollte man sich fragen, was hat dies alles mit dem Islam zu tun? Tja dürfte man sowas überhaupt schreiben, in Deutschland wahrscheinlich nicht, denn wir sollen es als kulturelle Bereicherung betrachten...

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  • uwe45739
  • Kommentar 5
  • 19.09.2012 18:17

es heisst doch im koran,du sollst nicht töten.und trotzdem gibts tote in muslämischen ländern.das passt doch hinten und vorne nicht. spass und lachen kennen die wohl nicht.müssten wir die an unseren gott glauben auch so handeln wenn wer gott einen assi nennt oder schlimmeres,wir sehen es mit humor,das scheint dehnen da zu fehlen. ob video oder bilder,die brauchen doch keine beweise,sie morden überall auf der welt,auch so ohne grund nur aus hass. das wird sich auch nicht ändern,auch wenn man das video stoppen wird, selbstmordattentäter die gabts vor dem video auch schon.

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