Mohammed-Video Der Terror nimmt kein Ende

Mohammed-Video
Ein schlechter Film wird zum Brandsatz

Wegen des islamfeindlichen Mohammed-Videos müssen erneut unschuldige Menschen sterben: In Kabul kam es zu einem Selbstmordanschlag, der zwölf Menschen das Leben kostete. Derweil wollen in Deutschland einige Politiker verhindern, dass das Schmähvideo öffentlich gezeigt wird.

Bei einem Vergeltungsanschlag wegen des islamfeindlichen Mohammed-Videos hat eine Selbstmordattentäterin am Dienstag in Kabul zwölf Menschen mit in den Tod gerissen, unter ihnen neun Ausländer. Die Angreiferin habe sich am Morgen in einem Wagen neben einem Minibus in die Luft gesprengt, teilte die Polizei in der afghanischen Hauptstadt mit. In dem Kleinbus seien ausländische Mitarbeiter einer Firma auf dem Weg zum Flughafen gewesen.

Die radikal-islamische Hesb-i-Islami (HIG) des früheren Premierministers Gulbuddin Hekmatjar übernahm die Verantwortung für den Anschlag auf der Flughafenstraße. HIG-Sprecher Subair Seddiki sagte in einem Telefongespräch, es habe sich um einen Vergeltungsanschlag für das islamfeindliche Mohammed-Video gehandelt. Die Attentäterin sei eine 20 Jahre alte Frau namens Fatima aus Kabul gewesen.

Unruhen auch in Deutschland befürchtet

Angesichts der Unruhen in der muslimischen Welt wegen des Schmähvideos aus den USA wird in Deutschland weiter über ein Aufführungsverbot gestritten. Muslim-Verbände sind in der Frage uneins: Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland und der Zentralrat der Muslime sind für ein Verbot, der Liberal-Islamische Bund lehnt es ab.

Das auf Youtube in Ausschnitten veröffentlichte Video hatte in den vergangenen Tagen in vielen muslimischen Ländern antiwestliche Massenproteste entfacht. Politiker fürchten Unruhen auch in Deutschland. Sie wollen deshalb verhindern, dass der Film - wie von der rechtspopulistischen Splitterpartei Pro Deutschland geplant - öffentlich in Berlin gezeigt wird.

Wegen Mohammed-Film
So groß ist die Wut auf die USA
Video: afp

Zuletzt sperrte die pakistanische Regierung den Zugang zur Internetplattform YouTube. Wie am Dienstag in Islamabad verlautete, traf Premierminister Raja Pervez Ashraf die Entscheidung am Vorabend, nachdem sich YouTube geweigert hatte, Ausschnitte des Films zu entfernen. Auch andere islamische Länder haben bereits den Zugang zu dem umstrittenen Video gesperrt.

Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt wandte sich gegen ein Aufführungsverbot. «Das Video ist es nicht wert, dass wir das Recht auf freie Meinungsäußerung kaputtmachen», sagte sie der Thüringer Allgemeinen. «Ein Verbot würde nur die, die diesen Schwachsinn zu verantworten haben, zu Opfern stilisieren.» Auch die Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes, Lamya Kaddor, sprach sich gegen ein Aufführungsverbot aus.

Von freier Meinungsäußerung könne keine Rede mehr sein, sagte der Sprecher des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland, Ali Kizilkaya, der Berliner Tageszeitung taz. Das Video sei eine «tiefgreifende Beleidigung». Auch Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, plädierte für ein Verbot.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CDU) hatte am Montag dafür plädiert, eine Aufführung des Films, der den Propheten Mohammed verunglimpft, mit allen rechtlich zulässigen Mitteln zu unterbinden. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) rieten dazu, ein Verbot zu prüfen.

sca/news.de/dpa

Leserkommentare (11) Jetzt Artikel kommentieren
  • Karl-Heinz Kasch
  • Kommentar 11
  • 23.05.2013 12:25

K6+7 Genau solche Leute wie Sie sind die URSACHE fuer die Angst (noch!, der aber bald in Hass umschlægt!) der europæischen Buerger vor dem Islam! Haben Sie schon mal was von Meinungsfreiheit gehørt? Oder tøten Sie alle, bzw. rufen zum Mord auf, die anderer Meinung sind? Ist das der vielgruehmte, tolerante Islam, der uns immer gepredigt wird? Oder vielleicht doch der "Steinzeitglaube"? Woher wissen Sie (als Moslem!) eigentlich wie eine Hure aussieht? Rege ich mich ueber die Vermummung der muslimischen Frauen auf?

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  • RAGNAROEKR
  • Kommentar 10
  • 20.09.2012 21:16

Wenn sich die Mohammedaner von einem Film, den sie nicht einmal gesehen haben, zu solcher Hysterie hinreißen lassen, dann leiden sie unter einem gestörten Selbstverständnis. Dieses gehört nicht zu uns, den modernen Menschen, die eine Brücke von traditioneller Verbundenheit in die Zukunft errichten können. Das sind Leistungen und nicht Filme von Fanatikern. Mohammedaner sollten zuerst einmal was leisten und sich nicht auf den Lorbeeren ihrer Ahnen ausruhen. Sonst fehlen ihnen fünfzehnhundert Jahre Entwicklung. Darüber empört sich die Welt zu Recht.

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  • hoerbell
  • Kommentar 9
  • 20.09.2012 12:30
Antwort auf Kommentar 6

Muslim sollte in ein Land auswandern in dem seine skurrilen Anschauungen Norm sind. Hierzulande sind er und seine Gesinnungsgenossen fehl am Platz.

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