Wegen Mohammed-Video USA wappnen sich gegen weitere Proteste

Wegen Mohammed-Film
So groß ist die Wut auf die USA
Video: afp

An US-Botschaften weltweit herrscht höchste Alarmbereitschaft. Nach den anti-amerikanischen Protesten vom Donnerstag wird mit weiteren Angriffen auf Vertretungen gerechnet. Indes hat sich US-Außeministerin Clinton von dem Schmähvideo deutlich distanziert, das die Gewalt ausgelöst hatte.

Die USA erwarten kein rasches Ende der Protestwelle gegen ihre Einrichtungen in der islamischen Welt, die ein von Muslimen als blasphemisch empfundener Film ausgelöst hat. Nach dem Tod von vier US-Diplomaten in Libyen sowie gewaltsamen Protesten in Ägypten und Jemen seien alle diplomatischen Vertretungen in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden, teilte das US-Außenministerium am Donnerstag in Washington mit. Insbesondere die Lage nach den Freitagsgebeten wird als kritisch angesehen.

Außenministerin Hillary Clinton verurteilte bei einem Treffen mit dem marokkanischen Außenminister Saadeddine Othmani das Video in der Hoffnung, aufgebrachte Muslime besänftigen zu können. «Die Vereinigten Staaten haben absolut nichts mit diesem Video zu tun», sagte Clinton. «Für uns, für mich persönlich, ist dieses Video widerlich und verwerflich.» Es habe augenscheinlich nur «das zynische Ziel, eine große Religion zu verunglimpfen und Wut zu provozieren.»

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Erhöhte Alarmbereitschaft auch an deutschen Botschaften

Auch in Deutschland sind aus Angst vor gewalttätigen Protesten die Sicherheitsvorkehrungen an diplomatischen Vertretungen in mehreren islamischen Ländern verschärft worden. «Wir beobachten die Entwicklung der Sicherheitslage mit größter Aufmerksamkeit und haben unsere Sicherheitsvorkehrungen an einigen Auslandsvertretungen verschärft», sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitagmorgen in Berlin.

Ein Bericht von Spiegel Online, nach dem Botschaften in nordafrikanischen Ländern sowie in Afghanistan und Pakistan geschlossen worden seien, wurde zunächst nicht bestätigt. Das Portal schrieb außerdem, dass auch die Bundeswehr in Afghanistan ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt habe. Deutsche Einrichtungen wie die Büros von Entwicklungshilfeorganisationen und von Stiftungen seien aufgefordert worden, dies ebenfalls zu tun.

Wer für den tödlichen Anschlag auf das US-Konsulat in Bengasi verübt hat, ist noch immer unklar. Aus Regierungskreisen in Washington verlautete, es gebe keinen Anhaltspunkt, dass der Angriff geplant war, bei dem der US-Botschafter in Libyen und drei weitere Amerikaner getötet wurden. Es werde aber ermittelt, ob eine militante libysche Gruppe dafür verantwortlich ist, dass der Protest in Gewalt umschlug.

Proteste in Ägypten, dem Irak und in Jordanien angekündigt

US-Justizminister Eric Holder brach eine Nahostreise ab, um persönlich die Untersuchung zum Tod der Diplomaten zu leiten. Die Entscheidung wurde bekannt gegeben, nachdem Holder am Donnerstag in Doha mitgeteilt hatte, die Bundespolizei FBI habe Ermittlungen in der Sache aufgenommen. Die USA seien entschlossen, zur Aufklärung des Vorfalls mit den libyschen Behörden zusammenzuarbeiten, sagte Holder, der außer in Katar auch noch in Saudi-Arabien und der Türkei erwartet wurde.

Die in Ägypten regierende Muslimbruderschaft rief zu Protesten nach den Freitagsgebeten auf. Gleiches taten die Behörden im Iran und im Gazastreifen. Große Demonstrationen wurden auch in Bagdad und in Basra, der zweitgrößten Stadt des Iraks, sowie in der jordanischen Hauptstadt Amman erwartet. Israel verstärkte die Sicherheitsvorkehrungen. Das Weiße Haus erklärte, es sei auf weitere Proteste vorbereitet. Gewalt sei jedoch nicht gerechtfertigt.

US-Botschaften weltweit gaben Warnungen an amerikanische Staatsbürger vor Demonstrationen aus, die in Gewalt umschlagen könnten. Seit Mittwoch hätten mehr als 50 Botschaften und Konsulate solche Warnungen veröffentlicht, erklärte das Außenministerium.

zij/news.de/dapd

Leserkommentare (18) Jetzt Artikel kommentieren
  • WIKI
  • Kommentar 18
  • 15.09.2012 15:40

Dieser Film was gemacht wurde ist mit absicht der US regierung gestellt worden damit einen flächenbrand in der islamistische welt proviziert wird damit die usa ein grund haben dort angreifen können um den Öl an sich zu reisen das ist die wirkliche wahrheit

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  • arafat
  • Kommentar 17
  • 15.09.2012 14:00
Antwort auf Kommentar 15

wenn man einfach hier nur die wahrheit postet wird alles entfernt,wie sind wir nur so ängstlich vor dem muslemischen terror, diese leute die hier leben haben schon viel zuviel einfluß in unserem christlichem europa, werden hier von diesem pack nur ausgenommen und verarscht, sie hetzen über unsere kultur ,unsere frauen wären huren, nehmen aber alles in anspruch was es bei ihnen nicht gibt. wir müssen uns ja mittlerweile im eigenem land beschimpfen lassen, findet ihr das toll? aber ihr seid selbst schuld mit diesem multi kulti wahn, denn den wird es nie geben,

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  • Die Redaktion
  • Kommentar 16
  • 15.09.2012 12:04

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