Ab Januar Acht Euro mehr für Hartz-IV-Empfänger

Hartz IV
Kampf um Hartz IV - Was Politiker sagen

Acht Euro mehr finden Hartz-IV-Empfänger ab Januar 2013 auf ihrem Konto vor. Damit wird der Preisanstieg ausgeglichen.

Empfänger von Hartz IV sollen ab Januar 2013 mehr Geld bekommen. Die Bundesregierung wolle den monatlichen Regelsatz um acht Euro auf 382 Euro anheben, sagte eine Sprecherin des Bundessozialministeriums. Sie bestätigte damit einen Bericht der Bild-Zeitung.

Erstmals nach der Hartz-Reform von 2010 steigen dann auch die Sätze für ältere Kinder der Langzeitarbeitslosen. Die Kinderregelsätze der Sechs- bis 18-Jährigen waren bisher nach der Hartz-Reform von 2010 nicht angehoben worden, da sie nach Berechnung der Regierung schon damals zu hoch angesetzt waren, jedoch nicht gekürzt wurden. Der «Überhang» wurde mit den beiden letzten Erhöhungen verrechnet und ist nun abgetragen.

Nach dem Entwurf steigt der Hartz-IV-Satz für Kinder von 0 bis sechs Jahren auf 224 Euro (plus 5 Euro), für Kinder von 7 bis 14 Jahren um 6 auf 255 Euro und für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren um ebenfalls 6 auf 289 Euro.

Grüne: Kaufkraft von Hartz-IV-Empfängern sinkt

Das Bundeskabinett will den Anstieg der Hartz-Sätze in der kommenden Woche verabschieden. Der vorgesehene Regelsatz-Anstieg um 2,1 Prozent entspricht - obwohl anders berechnet - der Rentenerhöhung von Anfang Juli. Als Folge des Urteils des Bundesverfassungsgerichts gelte der gesetzliche Mechanismus, dass jeweils im Herbst per Verordnung die Regelbedarfe fortgeschrieben werden, sagte die Sprecherin.

Die Grünen sprachen von einem «Tropfen auf den heißen Stein». Angesichts gestiegener Energiepreise sinke die Kaufkraft der Betroffenen sogar. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach forderte «eine echte Erhöhung» der Regelsätze, insbesondere für Kinder. Nach DGB-Auffassung sind die Regelsätze nicht verfassungskonform. Der Paritätische Gesamtverband warf der Regierung vor, sie rechne die Hartz-IV-Sätze seit Jahren «trickreich und willkürlich klein».

iwi/news.de/dapd

Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • Janne
  • Kommentar 4
  • 19.09.2012 10:04

Da wird die Kaufkraft besträkt, sind zwar nur 8.-Euro, aber bei 6,5 Millionen,die dann in Deutschland ausgegeben werden und der Einzelne merkt das dann schon.Wenn zwei zusammen sind, 16.-Euro mehr, ist doch gut.

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  • Oliver
  • Kommentar 3
  • 14.09.2012 11:45

Wer wollte denn alles und jeden ins Land lassen? Und jetzt meckern alle über nur 8€. Das nächste mal bitte mit mehr Verstand politik machen und die Grünen gröler endlich in Rente schicken. Aber wartet auf's nächste Jahr, die SPD deutet es schon an, da kommen dann die Steuererhöhungen anstatt mal bei den Ausgaben an der richtigen stelle zu sparen.

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  • hpklimbim
  • Kommentar 2
  • 14.09.2012 05:46

Die Wahlkampfmaschinerie von Erichs`s Drachen läuft bereits auf Hochtouren. Nach Herdprämie und Zuschussrente sind jetzt die Hartzer dran. Die Zielrichtigung ist klar. Mit Umverteilungsgaben soll der Verstand betäubt oder willig gemacht werden, sofern überhaupt noch welcher da war. Dass das der arbeitende Teil finanzieren muss, wurde wie immer verschwiegen. Das ist die mit Abstand mieseste Form von Demokratie in 63 Jahren Bundesrepublik, die unaufhaltsame Annäherung an den Kommunismus und Patriarchismus von Merkels Lehrherren Erich und Bimbes kaum mehr zu übersehen

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