Bettina Wulff Sie tanzt nicht mehr nach Christians Pfeife

Bettina Wulff ist es leid. Zu lange habe sie nach den Terminplänen ihres Mannes gelebt, erzählte sie der Presse, viel geweint, schlecht geschlafen. Jetzt will sie sich um sich selbst und ihre Söhne kümmern. Bettina und Christian Wulff versuchen, ihre Beziehung in einer Paar-Therapie zu retten.

Christian und Bettina: Die Rückkehr der Wulffs

Die frühere «First Lady» Bettina Wulff erhebt in einer Serie von Interviews Vorwürfe auch gegen ihren Mann, den Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff. Die 38-Jährige, die gerade ihr Buch Jenseits des Protokolls veröffentlicht hat, klagt in der Zeitschrift Brigitte darüber, dass sie an der Seite ihres Mannes jahrelang ihre eigenen Bedürfnisse unterdrücken musste. Der Bunten sagt sie: «Ich habe zu lange nach den Terminplänen meines Mannes gelebt. Jetzt geht es um mich und meine Söhne.»

Bettina Wulff war erst am Montag von den Paralympics in London zurückgekehrt, wo sie für einen Prothesenhersteller gearbeitet hatte. Dort wurde sie von ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn Linus begrüßt. Aus einer früheren Beziehung stammt ihr 2003 geborener Sohn. In der Brigitte wirft sie einen kritischen Blick auf ihre Beziehung zu Christian Wulff: «Ich werfe ihm manchmal vor, dass er mich ein großes Stück auch in die Rolle gedrängt hat. Und wenn ich es im Nachhinein betrachte, rächt sich dies auch in der Beziehung.»

Bettina Wulff: First Lady mit Stil-Problemen

Bettina Wulff weinte viel und konnte nicht mehr schlafen

Besonders schwierig sei die Zeit vor dem Rücktritts Wulffs im Februar dieses Jahres gewesen. Damals zwangen ihn Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, nach zwei Monaten Dauerkrise das Amt niederzulegen. Ihr Mann habe es im letzten Winter nicht geschafft, sich auch noch um ihre Gefühle zu kümmern, klagt seine Frau. Das bereue er heute. «Wir haben uns professionelle therapeutische Hilfe geholt, weil man das allein gar nicht verarbeiten kann», ergänzt sie.

Aber nicht nur ihr Mann habe kaum erkannt, wie schlecht es ihr oft in der gesamten Amtszeit gegangen sei, auch dem Bundespräsidialamt nehme sie es heute noch übel, «dass sie nicht realisierten, unter welchem innerlichen Druck ich stand», sagt sie der Brigitte.

In dem Buch Jenseits des Protokolls weist Bettina Wulff auch Gerüchte zurück, sie habe früher im Rotlicht-Milieu gearbeitet. Gegen diese Verleumdungen geht sie auch gerichtlich vor. Der Bunten sagte sie dazu: «Obwohl ich eine starke Frau bin, habe ich viel geweint. Ich bekam Magenschmerzen, hatte oft das Gefühl, mich übergeben zu müssen, schlief schlecht.» Mit der Veröffentlichung des Buches wolle sie jetzt einen Neuanfang schaffen.

Gegen Google bekommt Bettina Wulff Rückendeckung

In der Gala sagt sie: «Ich habe in den letzten Jahren viele Dinge hingenommen aus Respekt vor der Position meines Mannes.» Jetzt wünsche sie sich, endlich wieder ein normales Leben führen zu können: «Ich möchte wieder in die Öffentlichkeit gehen können, wenn ich es will.» Nur Hausfrau zu sein, käme für Bettina Wulff nicht infrage: «Das macht mich unleidlich, auch den Kindern gegenüber.»

Wegen der Rotlicht-Gerüchte geht Bettina Wulff unter anderem auch gegen den Internetkonzern Google vor. Dabei erhält sie Unterstützung vom Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar. «Ich halte es für recht und billig, wenn Betroffene auch die Möglichkeit haben, bei Eingabe ihres Namens als Suchbegriff ehrverletzende Assoziationen auszuschließen», sagte Schaar der Passauer Neuen Presse.

Wulff will mit der Klage verhindern, dass bei Eingabe ihres Namens automatisch Suchbegriffe wie «Prostituierte» oder «Rotlichtvergangenheit» auftauchen. Der Konzern weist ihren Vorwurf zurück. Google nehme keinen Einfluss auf die Suchbegriffe.

iwi/news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Michel1966
  • Kommentar 3
  • 12.09.2012 06:40
Antwort auf Kommentar 2

Steht doch im Artikel, dass sie einen gemeinsamen Sohn haben (Linus wie der mit der Schmusedecke). --- Und ich kann die Wulffs auch nicht mehr sehen.

Kommentar melden
  • curzon
  • Kommentar 2
  • 12.09.2012 01:40

Sie hat hoffentlich keine Kinder mit Wulff,Am besten ist eine Scheidung, sie wird sonst Wulffs Negativimage nicht los,Wir sind ja fast alle auf Wulff reingefallen.

Kommentar melden
  • Wächterrat
  • Kommentar 1
  • 11.09.2012 22:40

Ich kann diese Wulfs nicht mehr sehen ! Gehts euch auch so ?

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig