US-Wahlen Bill Clinton huldigt Barack Obama

Der Amtsinhaber mobilisiert alle Kräfte: Nach Michelle Obama rührt auch Bill Clinton die Werbetrommel für Barack Obama. Der ehemalige US-Präsident machte sich auf der Parteiversammlung der Demokraten mit deutlichen Worten für eine Wiederwahl Obamas stark.

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Die Demokraten haben Barack Obama am Donnerstag auf ihrer Parteiversammlung in Charlotte in North Carolina offiziell als Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im November nominiert. Obama war dieses Mal der einzige Bewerber. Vorgeschlagen wurde er den Delegierten vom früheren Präsidenten Bill Clinton.

Vor vier Jahren hatte Obama sich noch in einem harten Rennen parteiintern gegen Clintons Frau Hillary Rodham Clinton durchsetzen müssen, die jetzt seine Außenministerin ist. Einen Tag nach dem Auftritt seiner Frau Michelle Obama erhielt der Amtsinhaber dieses Mal massive Unterstützung von Hillarys Ehemann und Ex-Präsident Bill Clinton, der sich mit klaren Worten für die Wiederwahl von Barack Obama einsetzte.

Anders als die Opposition behaupte, habe Obama in seinen ersten vier Jahren die wirtschaftliche Erholung weit vorangebracht und Millionen neuer Arbeitsplätze geschaffen, sagte Clinton auf dem Parteitag der Demokraten in Charlotte. Der 66-Jährige hielt die offizielle Ansprache zu Obamas Nominierung für die Wahl am 6. November. Er wolle einen Mann nominieren, der nach außen hin cool ist, aber im Inneren für Amerika brennt, rief Clinton den jubelnden Delegierten zu.

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Bei der Präsidentenwahl stehen die Amerikaner nach den Worten von Ex-Präsident Bill Clinton in diesem Jahr vor einer klaren Entscheidung. Sie müssten sich fragen, in welcher Gesellschaft sie leben wollten, erklärte Clinton in seiner Rede vor den Delegierten der Parteiversammlung in Charlotte in North Carolina. Die Amerikaner hätten die Wahl zwischen einer Gesellschaft, wie sie Republikaner wollten und in der der Gewinner alles bekomme, oder einer Gesellschaft wie sie sich die Demokraten vorstellten, in der der Wohlstand geteilt werde.

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Clinton, der vor den Delegierten Barack Obama als Kandidat für eine zweite Amtszeit nominierte, erklärte, der Präsident habe von seinem republikanischen Vorgänger ein Chaos geerbt. Daraus habe er die Grundlagen für den Weg in die wirtschaftliche Erholung und für eine ausbalancierte Wirtschaft gelegt. Damit er diesen Weg weitergehen könne, habe er eine zweite Amtszeit verdient, erklärte Clinton während Obama als Zuhörer im Parteitag saß.

Wie aus Kreisen der Demokratischen Partei verlautete, schaltete sich Obama auch persönlich in die Formulierung der inhaltlichen Plattform für die Wahlen im Herbst ein. Obama habe dafür gesorgt, dass Gott im Programm der Demokraten erwähnt werde und dass darin Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel genannt werde, hieß es. Beobachter äußerten danach die Frage, warum denn Gott zuvor aus der Plattform gestrichen worden sei.

Obamas republikanische Herausforderer Mitt Romney reagierte prompt und erklärte, der ursprüngliche Verzicht auf die Erwähnung Gottes zeige, dass die Demokraten den Bezug zur Mehrheit in Amerika verloren hätten. Der ursprüngliche Verzicht auf die Erwähnung Jerusalems zeige die schwache Haltung Obamas zu Israel.

wam/news.de/dapd/dpa

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