Ex-Bundespräsident Die Charme-Offensive der Wulffs

Christian und Bettina
Die Rückkehr der Wulffs
Der ehemalige Bundespräsident und seine Gattin auf dem Weg zum III. Symposium der Peter-Maffay-Stiftung. (Foto) Zur Fotostrecke

Von news.de-Redakteur Martin Walter
Mit Küsschen zurück ins Rampenlicht: Christian und Bettina Wulff zeigen sich bei einer Veranstaltung in der niedersächsischen Provinz innig wie lange nicht. Der Beginn einer Charme-Offensive?

Innige Küsse vor den Kameras, zärtliche Berührungen, verliebte Blicke. Glücklich wie an ihren besten Tagen präsentierten sich Bettina und Christian Wulff den Fotografen in Duderstadt. Der gemeinsame Auftritt bei einem Symposium der Peter-Maffay-Stiftung erinnerte an Zeiten, als der ehemalige Bundespräsident und seine Gattin noch als Lieblinge des Boulevards galten.

Doch das ist lange her. Mit einem Anruf bei Bild-Chefredakteur Kai Diekmann hatte Wulff im Dezember 2011 eine beispiellose Affäre losgetreten. Es folgte eine wochenlange mediale Hetzjagd um angenommene Vergünstigungen, die nicht nur Christian Wulff, sondern auch dem Amt des deutschen Bundespräsidenten schweren Schaden zufügte. Viel zu spät zog Christian Wulff die Konsequenzen und gab am 17. Februar 2012 seinen Rücktritt als Bundespräsident bekannt.

Danach war es ruhig geworden um die Wulffs. Das ehemalige Präsidentenpaar zog sich ins beschauliche Großburgwedel und ins Privatleben zurück. Regelmäßige Negativschlagzeilen konnte das nicht verhindern. Die Fehde mit Wulffs ehemaligem Intimus Olaf Glaeseker, widersprüchliche Aussagen von Günther Oettinger und dem niedersächsischen Finanzminister Hartmut Möllring oder das aufgestockte Salär für ehemalige Bundespräsidenten: Immer wieder rutschte Wulff trotz seines Rückzugs negativ in die Schlagzeilen.

Bettina Wulff und ihre Sicht der Dinge

Nun aber wagen sich Christian und Bettina Wulff zurück. Gemeinsam mit ihrem Sohn Linus verfolgte das Paar am Dienstag die von Peter Maffay initiierte Veranstaltung im niedersächsischen Duderstadt, zu der auch Gesundheitsminister Daniel Bahr und Ex-Bischöfin Margot Käßmann gekommen waren. Der Beginn einer Wulff'schen Charme-Offensive?

Im November plant Bettina Wulff die Veröffentlichung ihres Buchs «Meine Sicht der Dinge». Ein Titel, der eine Abrechnung mit all den Kritikern ihres Mannes erahnen lässt. Die geplante Auflagenzahl ist sechsstellig, das Hörbuch will die ehemalige First Lady mit selbst gesprochenem Vorwort und Interview versehen. Spätestens dann dürften die Wulffs wieder mitten in der Öffentlichkeit angelangt sein.

Bis dahin kann positive Berichterstattung nicht schaden. Soziales Engagement betreibe sie mit «Leidenschaft» nicht erst, seitdem ihr Mann Bundespräsident wurde, sagte Bettina Wulff im Rahmen des Symposiums. Deshalb sei es ihr ein Anliegen gewesen, den Termin zusammen mit ihrem Gatten wahrzunehmen, betonte sie. Das von ihr eröffnete Therapiezentrum «Tabalugahaus» der Maffay-Stiftung soll kranken, behinderten und benachteiligten Kindern für erholsame Aufenthalte zur Verfügung stehen.

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zij/news.de/dpa/dapd

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Buntspecht
  • Kommentar 3
  • 06.09.2012 17:36

Bitte nicht!Verschont uns vor solchen Charakter......Der soll in Ruhe seinen Rasen mähen oder sich als Gärtner bei Maschmeiers anstellen lassen.Der gute Freund wird ihn sicher nehmen.

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  • cleverle
  • Kommentar 2
  • 06.09.2012 14:14

Bestimmt nicht. Ein "Galeeren-Sitzplatz" wäre angebracht. Ab in die "Hölle" mit diesem "Einfallspinsel".

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  • sippin
  • Kommentar 1
  • 05.09.2012 17:21

Was versucht hier news de ?.Gute Presse kann Wulff kriegen, wenn er sich für sein Fehlverhalten gegenüber den Medien öffentlich entschuldigt und bei der rechtlichen Aufarbeitung endlich mithilft.Und überhaupt ,-kann er keine Arbeit finden¿Von Bettina interessiert mich nur ihre Zeit vor Wulff.Schade um das teure Papier.Anscheinend ist ihnen damals noch nicht ordentlich genug der Marsch geblasen worden.

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