US-Wahlkampf Fauxpas um Vergewaltigung bringt Romney in Not

Vergewaltigungen machen selten schwanger, meint ein republikanischer US-Abgeordneter. Nicht nur Frauen empören sich. Auch Spitzenkandidat Romney distanziert sich. Präsident Obama findet die Äußerungen widerwärtig.

US-Wahlkampf: Peinlich, peinlicher, Republikaner

Ein republikanischer Abgeordneter und Senatskandidat in den USA hat mit einer Äußerung zum Abtreibungsrecht bei Vergewaltigungen Empörung ausgelöst. Nach dem, was er von Ärzten höre, seien Schwangerschaften nach Vergewaltigungen selten, sagte Todd Akin, der Schwangerschaftsabbrüche ohne Ausnahmen ablehnt, dem Sender KTVI-TV. Wenn es eine wirkliche Vergewaltigung sei, dann verfüge der weibliche Körper über Wege, «zu versuchen, die ganze Sache außer Betrieb zu nehmen».

Und weiter: «Aber lass uns annehmen, dass das vielleicht nicht funktioniert hat oder so. Ich glaube, es sollte etwas Strafe geben. Aber die Strafe sollte sich gegen den Vergewaltiger richten und nicht ein Angriff auf das Kind sein.»

US-Präsident Barack Obama nannte die Äußerungen widerwärtig. «Vergewaltigung ist Vergewaltigung», sagte er am Montag vor Journalisten. Akins Anmerkungen unterstrichen einmal mehr, «warum wir keinen Haufen von Politikern haben sollten, in der Mehrheit Männer, die über die Gesundheitsfürsorge für Frauen entscheiden».

«Beleidigend, unentschuldbar und schlichtweg falsch»

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney und der Vizekandidat Paul Ryan distanzierten sich von ihren Parteifreund Akin. Eine Regierung unter ihrer Führung würde Abtreibungen bei Vergewaltigungen nicht ablehnen, zitierte die Washington Post aus einer Mitteilung des Wahlkampflagers.

Noch schärfer äußerte sich Romney am Montag in einem Interview des National Review Online. Die Anmerkungen Akins seien «beleidigend, unentschuldbar und schlichtweg falsch», sagte der Spitzenkandidat. «Wie Millionen anderer Amerikaner finden wir sie anstößig.»

Nur Stunden nach seinen Äußerungen am Sonntagabend erklärte Akin, er habe sich falsch ausgedrückt. Er blieb aber bei seiner strikten Ablehnung von Abtreibungen.

Akin tritt im November bei der Senatswahl in Missouri gegen die demokratische Amtsinhaberin Claire McCaskill an. Diese nannte Akins Äußerungen der Zeitung zufolge «ignorant» und «beleidigend». Experten schließen nicht aus, dass McCaskill durch den Vorfall Aufwind erhält. Bis jetzt galt ihre Wiederwahl als stark gefährdet.

wam/news.de/dpa

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Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • rainer
  • Kommentar 3
  • 23.08.2012 17:11

GELD + MACHT zwei reizvolle begriffe. jedes gewählte oberhaupt hat beides. kann er sinnvoll damit umgehen ?? eher nicht zeigt uns die vergangenheit ! aus FEHLERN sollte der mensch das klügste lebewe-sen lernen; weit gefehlt, denn diese sind zu häufig und nicht mehr überschaubar !! obama oder romney, jeder will für das volk das beste !einer ist unehrlich, denn der blick zurück bestätigt diese annahme ! wie der vater so der sohn; dieser satz war jedesmal negativ für das volk !! romney will macht, kann er damit umgehen, oder mißbraucht er sie ?? DIE ZECHE ZAHLT DER KLEINE MANN !!

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  • mattenb
  • Kommentar 2
  • 23.08.2012 11:03
Antwort auf Kommentar 1

...doch immer noch besser als diese religiösen Fanatiker an der Macht zu sehen!

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  • Theodor Fabian
  • Kommentar 1
  • 22.08.2012 00:03

Es wird wie. Immer enden, Obama wird die Wahl gewinnen, aber wird eine Regierungsperiode sein der an der Stelle tritt, die Möglichkeiten der Obamas Regierung werden sehr eingeschränkt sein, und es wird rückwärts gehen, den die Oposition wird alles machen um alles zu blockieren .... Schade für das Volk.

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