Wikileaks-Gründer Ecuador gewährt Asyl für Julian Assange

Ecuador hat dem Wikileaks-Gründer Julian Assange Asyl gewährt, um sein Leben vor Verfolgungsrisiken in den USA zu schützen. Doch Großbritannien will Assange weiter nach Schweden ausliefern. Noch sitzt er in der britischen Botschaft von Ecuador - umstellt von Polizisten.

Außenminister Ricardo Patiño erklärte, die Entscheidung zugunsten des in die Botschaft Ecuadors in London geflüchteten Assange sei getroffen worden, um sein Leben vor Verfolgungsrisiken in den USA zu schützen. Das britische Außenministerium hatte kurz zuvor angedeutet, dass Großbritannien Assange kein freies Geleit für einen Flug nach Ecuador gewähren werde. Assange hält sich seit Mitte Juni in der Botschaft des Landes in London auf. Die schwedische Justiz lastet ihm Sexualdelikte an und hat deswegen einen EU-weiten Haftbefehl gegen ihn erwirkt.

Patiño beschuldigte erneut Großbritannien, mit einem Eindringen in die Botschaft des südamerikanischen Staates in London gedroht zu haben, um eine Festnahme Assanges zu ermöglichen.

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Assange befürchtet Auslieferung in die USA

Ecuador habe den Südamerikanischen Staatenbund Unasur und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gebeten, die Außenminister ihrer Mitglieder einzuberufen, um eine gemeinsame Stellungnahme zur britischen Haltung zu vereinbaren. Die Unasur-Minister könnten bereits am Wochenende in Quito zusammenkommen. OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza habe eine baldige Minister-Konferenz zugesagt, erklärte Ecuadors Außenminister.

Der 41-jährige Australier Assange soll von Großbritannien nach Schweden ausgeliefert werden. Dort wird ihm vorgeworfen, im Sommer 2010 zwei Frauen sexuell belästigt und in einem Fall vergewaltigt zu haben. Assange bestreitet dies. Er befürchtet, dass einem Verhör in Schweden die Auslieferung in die USA folgen könnte. Seine Plattform Wikileaks hatte Tausende Depeschen öffentlich gemacht, die die Rolle der USA in verschiedenen internationalen Konflikten, unter anderem in Afghanistan und im Irak öffentlich machen.

jag/news.de/dpa

Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • melissa
  • Kommentar 4
  • 17.08.2012 18:37
Antwort auf Kommentar 1

Hier ein paar interessante Info`s zum Thema Assange: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/udo-ulfkotte/wikileaks-die-vergewaltigte-ana-a-und-ihre-kontakte-zur-cia.html

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  • elon
  • Kommentar 3
  • 17.08.2012 06:39
Antwort auf Kommentar 1

Danke fuer den Tip, gilt das auch fuer Deutsche?Bevor die Englaender auf Krieg machen,indem sie die territoriale Hoheit verletzen, muessen sie erst alle Buerger mit Botschaft aus Ecuador abziehen.Corea hat Balls und laesst die gesamte Botschaft festsetzen. und dann muss die Flotte noch durch den Pazifik, - bei den Spritpreisen und alles wegen einem Kondom.

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  • USA-Terroristen
  • Kommentar 2
  • 16.08.2012 19:33

Ein weiteres,schönes Beispiel,das zeigt,von welchen Staaten der Terror tatsächlich ausgeht. Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Assange glaubt doch sowieso kein Mensch. Für mich ist er ein Held!

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