Krieg in Syrien Türkei macht die Grenze dicht

Die Spirale der Gewalt in Syrien dreht sich weiter. In den Großstädten Damaskus und Aleppo scheint Assads Militär wieder die Oberhand gegen die Rebellen zu gewinnen. 120.000 Menschen sind auf der Flucht. Derweil hat die Türkei die Grenze zu Syrien abgeriegelt.

Syrien-Konflikt: Assads brutaler Krieg

Syrische Regierungstruppen bekämpfen die Aufständischen in den Metropolen Damaskus und Aleppo weiter mit rigoroser Härte. In der Hauptstadt beschossen Kampfhubschrauber das südliche Viertel Al-Hadschar al-Aswad, wie Aktivisten am Mittwoch berichteten. Das Gebiet ist eine der letzten Hochburgen der Rebellen in Damaskus, nachdem sie in den vergangenen Tagen von den Truppen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad aus etlichen anderen Stadtvierteln verdrängt worden waren.

In mehreren Bezirken der nordsyrischen Metropole Aleppo lieferten sich Regierungstruppen und Rebellen am Mittwoch heftige Gefechte. Umkämpft waren unter anderen das Einwohnermeldeamt und das lokale Hauptquartier der regierenden Baath-Partei, meldeten syrische Aktivisten. Auch in Aleppo hatte das Regime in den letzten Tagen Gebiete von den Rebellen zurückerobert.

Am Dienstag waren bei Kämpfen und Razzien der Regierungstruppen landesweit mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen 119 Zivilisten. Das teilten die syrischen Menschenrechtsbeobachter in London mit.

120.000 Syrer sind auf der Flucht

Nach Übergriffen syrischer Oppositioneller auf türkische Lastwagen schloss die Türkei ihre Grenze zu Syrien für den Güterverkehr. Lastwagen, die Syrien nur als Transitland nutzen wollten, dürften weiterhin passieren, sagte Wirtschaftsminister Zafer Çaglayan am Mittwoch. Ausnahmen gebe es auch für Lastwagen aus Syrien, die Güter zur Versorgung der Bevölkerung aus der Türkei holen wollten.

Am vergangenen Samstag hatten Angehörige der aufständischen Freien Syrischen Armee (FSA) 30 aus der Türkei kommende Lastwagen ausgeraubt und beschädigt. Neun Lkw wurden zudem in Brand gesteckt. An der 900 Kilometer langen Grenze der Türkei zu Syrien gibt es 13 Grenzübergänge.

Unterdessen wächst die Zahl der syrischen Flüchtlinge in den Nachbarländern. Mehr als 120.000 sind laut UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Jordanien, im Libanon, in der Türkei und im Irak registriert. Nach Angaben der Regierungen seien die Zahlen noch weitaus höher, erklärte das UNHCR am Mittwoch in Bonn. Viele Flüchtlinge seien auf humanitäre Hilfe und auf Spenden angewiesen. Drei Viertel von ihnen seien Frauen und Kinder.

wam/news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (7) Jetzt Artikel kommentieren
  • Adolar
  • Kommentar 7
  • 05.08.2012 19:22

Zum Kommentar 1 empfehle ich ganz besonders http://steinbergrecherche.com/09hasbara.htm

Kommentar melden
  • Adolar
  • Kommentar 6
  • 05.08.2012 17:42

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1273569/Immer-oefter-weht-in-Syrien-die-Fahne-der-alQaida?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/1262811/index.do&direct=1262811, auch das ist eine doch interessante Perspektive zum dümmlichen "Support Israel, defeat Jihad"!

Kommentar melden
  • hagal
  • Kommentar 5
  • 04.08.2012 01:00

http://infowars.wordpress.com/2012/08/03/die-terroristen-in-syrien-sind-al-ciada/

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig