Megaupload-Gründer Kim Dotcom singt gegen Barack Obama

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Von news.de-Redakteur Martin Walter
«Der Krieg um das Internet hat begonnen»: Kim Dotcom, Gründer von Megaupload, versucht sich in seinem Musikclip Mr President als Popstar und ruft zu einer Kampagne gegen Barack Obama und die US-Regierung auf.

Lange war es relativ ruhig geworden um Kim Dotcom. Der im Januar festgenommene Megaupload-Gründer harrt, auf Kaution freigelassen, in seinem Haus nördlich von Auckland derzeit der Dinge und wartet auf die Fortsetzung seines Prozesses. Vergangene Woche wurde dann bekannt, dass sich die Entscheidung über seine Auslieferung an die USA bis ins nächste Jahr verzögern wird. Das Gericht verschob die Anhörung von Kim Dotcom alias Kim Schmitz alias «Kimble» bis voraussichtlich Ende März 2013.

Viel Zeit, die Kim Dotcom offensichtlich zu nutzen weiß, denn jetzt bringt sich «Kimble» selbst wieder ins Gespräch. In einem Musikvideo, das er offensichtlich mit seiner eigenen Stimme schmückt, startet Dotcom wegen der Schließung seines Filesharing-Portals Megaupload (dem ebenfalls schon ein Lied gewidmet wurde) einen Aufruf gegen US-Präsident Barack Obama und Hollywood. «Der Krieg um das Internet hat begonnen», ruft Kim Dotcom zu Beginn des Clips Mr President ins Mikro und schwingt sich darin zu einer Art Galionsfigur im Kampf um die Freiheits ders Netzes auf. Dabei schreckt Dotcom auch nicht davor zurück, sein Anliegen mit dem des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King zu vergleichen. 

Mr President
Kim Dotcom singt für Obama
Video: Youtube

Kimbles Botschaft an Barack Obama

«Die US-Regierung hat dem Internet den Krieg erklärt», ist auf kim.com zu lesen, wo Kim Dotcom Megaupload in eine Reihe mit den umstrittenen Urheberrechtsabkommen Sopa, Pipa und Acta hebt. Garniert mit einer Abstimmung, in der er US-Präsident Barack Obama quasi ein Ultimatum stellt: «Wenn Megaupload nicht am 1. November 2012 wieder online ist, wirst Du dann für Obama stimmen?» Die Regierung würde Innovationen zerstören, ist ein weiterer Vorwurf, den Kim Schmitz erhebt. Sein Video richtet er per Twitter direkt an den US-Präsidenten.

Hintergrund der Kampagne von Dotcom ist ein Auslieferungsantrag der USA. Die amerikanischen Behörden werfen Kim Dotcom und seinen Mitarbeitern vor, die inzwischen geschlossene Plattform Megaupload zu einem der größten Umschlagplätze für illegale Kopien von Filmen und Musik gemacht zu haben. Bei der Festnahme von Dotcom im Januar waren Konten und Wertgegenstände im mehrstelligen Millionenbereich sichergestellt worden.

Anonymous
Ein Hacker-Kollektiv lässt die Welt zittern
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beu/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Etienne Francois Poncet
  • Kommentar 1
  • 20.07.2012 13:33

Also erst einmal das wichtigste. Der Mensch ist total unschuldig bis Anders bewiesen ist. Was die meisten nicht wissen das jedes Filmstudio, oder Musikstudio ein Schluessel vom Magaupload hat um an Megaupload das zu aendern oder rausnehmen was ein Problem fuer diese Leute bedeutet. Das ist klar und deutlich bekannt. Das ist ein politische Sache die deutlich an Obama gerichtet ist um das Internet unter politische Kontrolle zu bekommen.

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