Für 3,5 Millionen NRW kauft neue Steuer-CD aus der Schweiz

Steuerverschwendung
Hier wird unser Geld verprasst

Noch hält sich das nordrhein-westfälische Finanzministerium mit einer Erklärung zurück: Wie die Financial Times Deutschland berichtet, soll das Ministerium für rund 3,5 Millionen Euro eine neue CD mit Daten von Steuersündern gekauft haben.

Das nordrhein-westfälische Finanzministerium hält sich zunächst bedeckt, nachdem die Financial Times Deutschland über den Kauf einer neuen Steuer-CD aus der Schweiz berichtet hat.

Eine Sprecherin des Düsseldorfer Ministeriums wollte den Kauf des Datenträgers am Samstag weder bestätigen noch dementieren. Die Finanzverwaltung bekomme häufig Daten angetragen, was man dann prüfe, sagte sie in einer ersten Reaktion.

Nach Informationen der «Financial Times Deutschland» soll die CD für 3,5 Millionen Euro gekauft worden sein, um Steuersünder zu entlarven. Auf dem Datenträger sollen sich Namen und Kontenverbindungen von 1000 vermögenden Deutschen befinden. Es handele sich um Kunden der Privatbank Coutts in Zürich, einer Tochter der britischen Royal Bank of Scotland. Bei der Bank war am Wochenende zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Finanzbetrug
Riskante Steuertricks

Für 3,5 Millionen Euro hat das Land Nordrhein-Westfalen einem Zeitungsbericht zufolge erneut eine Steuer-CD aus der Schweiz angekauft. Auf dem Datenträger sollen die Namen und Kontoverbindungen von etwa 1.000 vermögenden Deutschen stehen, wie die Financial Times Deutschland in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf «Insiderinformationen» berichtete.

Dabei handelt es sich demnach um Daten der Zürcher Dependance der Privatbank Coutts, einer Tochter der britischen Royal Bank of Scotland. Teil eines verschärften Steuerabkommens mit der Schweiz, das im Januar 2013 in Kraft treten soll, ist der Verzicht Deutschlands, Daten-CDs aus der Schweiz zu erwerben.

rut/news.de/dpa

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • schwyz
  • Kommentar 3
  • 14.07.2012 20:11

Aufklärung tut not! Egal mit welchen Mitteln. Die, welche gegen Gesetze im Sinne des Staates verstoßen, müssen im Sinne der Allgemeinheit auf jeden Fall bestraft werden,oder es gibt keinen Staat! Dann kann auch der Stärkere dem Besitzenden alles einfach nehmen! Der Stärkere hat RECHT!

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  • Marco_71
  • Kommentar 2
  • 14.07.2012 19:47

Warum stellen wir die ganzen Steuerhinterzieher nicht gleich unter juristische Immunität? Andernfalls wären die Gerichte mit einer Klageflut gegen die vermutlich grösstenteils aus den oberen Schichten stammenden Steuerhinterzieher konfrontiert..".Wegen Überlastung durch Fehlverhaltens einer gewissen Bevölkrungsschicht geschlossen"...Es wird also wieder Zeit für eine Bild-"Hartz IV-Empfänger stiehlt Brötchen oder so"-Schlagzeile!

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  • Steffen Graf
  • Kommentar 1
  • 14.07.2012 13:44

Ich schätze mal die Beteiligten wird es wenig interessieren, den der Fiskus ist bereits schon seit 1990 eine selbständige GmbH, heißt "Finanzagentur GmbH" und treibt die Steuergelder, nach dem das GG keine Rechtsgültigkeit mehr hat, ohne eine Gesetzesgrundlage gesetzwidrig ein. Laut geltenden Weihmarer Verfassung steht das mas der Schäuble und die Finanzagentur macht unter Todesstrafe.

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