EnBW-Skandal Mappus greift CDU-Parteifreunde scharf an

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Jetzt ist er richtig in Rage: Stefan Mappus (CDU), der frühere baden-württembergische Ministerpräsident, fühlt sich von den eigenen Parteifreunden verraten. Auch für das Vorgehen der Staatsanwaltschaft fand er deutliche Worte.

Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hat in der Affäre um den Rückkauf von Anteilen des Energiekonzerns EnBW Parteifreunde heftig attackiert. In der CDU gebe es «Vorverurteilungen» gegen ihn, «die sogar noch Grün-Rot übertreffen», beklagte Mappus im Nachrichtenmagazin Focus laut Vorabbericht.

Der Ex-Regierungschef, gegen den wegen Untreue ermittelt wird, parierte Forderungen nach einem Parteiausschlussverfahren. «Ich bin in die Partei Helmut Kohls eingetreten und werde nicht wegen eines Herrn Hauk oder eines Herrn Strobl aus ihr austreten», sagte Mappus in Anspielung auf den baden-württembergischen Fraktionsvorsitzenden Peter Hauk und auf den Landesvorsitzenden Thomas Strobl.

Mappus kritisierte in dem Interview auch das Vorgehen der Staatsanwaltschaft. Die Hausdurchsuchung bei ihm sei «unverhältnismäßig» gewesen. Er habe der Staatsanwaltschaft schon im Vorfeld Unterlagen zukommen lassen und ihr angeboten, alle Unterlagen zu schicken, die er auch dem Untersuchungsausschuss zur Verfügung gestellt habe.

Gegen Mappus, zwei weitere Ex-Kabinettsmitglieder sowie einen beratenden Banker laufen Ermittlungen wegen Untreue und Beihilfe zur Untreue beim Rückkauf von EnBW-Anteilen vom französischen Stromkonzern EdF durch das Land Baden-Württemberg.

rut/news.de/dapd

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • ART
  • Kommentar 3
  • 16.07.2012 10:42

Ob der Saar-Müller,nun in roter Robe, der brutalstaufklärende Koch aus Hessen oder der Mappus aus dem Ländle, alle trgen ihre christliche Scheinheiligkeit wie eine Monstranz vor sich her und sorgen nur für das eigene Wohl. Und die römisch-katholische Kirche mit ihren sonst so "lauten"Kardinälen in auch eigener Sache wie Meisner in Köln und Marx in München schweigen! So ist das mit dem "C" im Parteinahmen.

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  • mattze
  • Kommentar 2
  • 15.07.2012 09:13
Antwort auf Kommentar 1

Das Problem ist nur: Diese Heulsusen kommen damit auch noch durch und werden in Kürze ein neues warmes Plätzchen finden....

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  • Hades
  • Kommentar 1
  • 14.07.2012 19:17

Bzgl. der Hausdurchsuchung...Hat je ein Drogendealer bei der Polizei angerufen,und gesagt: "Hallo,bitte machen Sie bei mir keine Razzia,ich komme nächste Woche und bringe alles Belastende gegen mich auf´s Revier??"-Ts,ts Wenn die Parteifreunde Abstand nehmen,sieht´s schlecht aus,aber deswegen auch noch öffentlich ´rumheulen ist geradezu unprofessionell. Aber das ist noch die beste Eigenschaft unserer Polit-Gilde

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