Türkei wütend Erdogan droht Syrien mit Gegenschlag

Kriegerische Worte des türkischen Premiers Recep Erdogan: Er droht Syrien beim nächsten Vorfall mit Gegengewalt. Den Abschuss eines türkischen Militärflugzeugs bezeichnet Erdogan als feindlichen Akt. Die Nato hat Syriens Affront scharf verurteilt.

Syrien-Konflikt: Assads brutaler Krieg

Die Türkei will sich keine weiteren Grenzverletzungen syrischer Streitkräfte gefallen lassen. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat nach dem Abschuss eines türkischen Militärflugzeugs durch Syrien gedroht, bei weiteren Zwischenfällen mit Gewalt zurückzuschlagen. Die Türkei werde Provokationen nicht ignorieren, sagte Erdogan.

Erdogan bezeichnete den Abschuss als «vorsätzlichen» und «feindlichen» Akt. Nach syrischen Angaben verletzte das türkische Militärflugzeug den syrischen Luftraum. Die Türkei widerspricht dem. Auch wenn das nicht bewaffnete Flugzeug unabsichtlich in syrisches Hoheitsgebiet eingeflogen sei, habe es sich zum Zeitpunkt des Abschusses am Freitag in internationalem Luftraum befunden.

Die beherrschte Reaktion der Türkei auf den Abschuss solle nicht als Schwäche verstanden werden, sagte Erdogan. In jüngster Vergangenheit hätten syrische Hubschrauber fünf Mal den türkischen Luftraum verletzt, ohne dass die türkischen Streitkräfte reagiert hätten, so der Premier. Fortan würden alle Elemente der syrischen Streitkräfte, die sich der Grenze nähern, als Bedrohung betrachtet.

Nato-Rat: Verurteilen inakzeptablen Abschuss auf schärfste Weise

Der Nato-Rat hat den Abschuss bei einer Sondersitzung in Brüssel derweil als «inakzeptabel» bezeichnet. «Wir verurteilen das in schärfster Weise», sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. «Das ist ein weiteres Beispiel für die Missachtung der internationalen Normen, des Friedens, der Sicherheit und des Menschenlebens durch das syrische Regime.» Der Rat hat sich auf Wunsch der Türkei mit dem syrischen Affront beschäftigt.

Die Nato werde sich weiterhin mit der Lage im östlichen Mittelmeer befassen. Auf die Frage, was das Bündnis bei einem erneuten Zwischenfall dieser Art tun werde, sagte Rasmussen: «Ich erwarte ganz sicher, dass so etwas nicht wieder passieren wird.» Die Nato müsste ansonsten beraten, was sonst getan werden könnte.

Diplomaten betonten, ein Militäreinsatz gegen Syrien stehe nicht zur Diskussion und sei auch von der Türkei nicht vorgeschlagen worden.

iwi/wam/news.de/dpa/dapd

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Leserkommentare (12) Jetzt Artikel kommentieren
  • nichtwähler
  • Kommentar 12
  • 02.07.2012 10:42
Antwort auf Kommentar 10

Der Deutschenhasser hat noch nicht begriffen, dass der Schuldkult langsam out ist und nicht mehr der Moderne entspricht. Genauso altmodisch ist auch sein Politikbild. Stempel drauf, der Nazi, das ist der Nazifresser... Der Moderne Fachismus wird nicht kommen und sagen:"Hallo, ich bin der neue Fachismus" Er wird sagen:"Ich bin der Antifachismus!" Nationalsozialisten gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr, die Partei wurde verboten und die Leute hatten sich abgesetzt. Doch von Piraten bis alle etablierte ist nichts neues auf dem Wählöermarkt, die Deutschen haben ihre Feinde noch nicht abgestoßen...

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  • Wächterrat
  • Kommentar 11
  • 01.07.2012 11:39
Antwort auf Kommentar 10

dei Syrier waren schon öfter im türkischen Luftraum und am auch am Boden! Ouelle ? Erdogan ? NATO ? Warum sollte ich Türken hassen ?

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  • Nazisfresser
  • Kommentar 10
  • 30.06.2012 15:34
Antwort auf Kommentar 9

Dafür aber auf türkischem Boden auf die eigenen Leute geschossen.Dabei Syrier und Türken getroffen;kommt auf`s gleiche raus.Was ist da jetzt besser oder weniger schlimm?Außerdem erst mal schlau machen und dann den Senf abgeben; dei Syrier waren schon öfter im türkischen Luftraum und am auch am Boden! Hauptsache du hast was für deinen Hass gegen Türken geschrieben,oder "Herr (möchtegern)Wächterrat"? Erbärmlich!

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