Taliban Selbstmordattentäter stürmen Hotel bei Kabul

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Bei einem Angriff von Kämpfern der radikalislamischen Taliban auf ein Hotel nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul sind 17 Menschen ums Leben gekommen. Drei Selbstmordattentäter hatten das Ausflugshotel gestürmt und Geiseln genommen.

Unter den Opfern seien auch zwölf Zivilpersonen, teilte die Polizei mit. Mindestens drei Selbstmordattentäter mit Sprengstoffwesten, Maschinengewehren und Raketenwerfern hatten in der Nacht auf Freitag das Ausflugshotel Sposhmai am Kargha-See gestürmt.

Am Freitagmittag sei der letzte Angreifer getötet worden, teilte die Polizei mit. Zuvor hatten sich die Taliban-Kämpfer stundenlange Gefechte mit Soldaten der afghanischen Streitkräfte und der internationalen Koalitionstruppen geliefert. Über dem Schauplatz der Kämpfe kreisten Hubschrauber der NATO.

Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid teilte derweil mit, die Gruppe habe das Hotel angegriffen, weil dort Ausländer untergebracht seien, die Alkohol trinken und anderen Beschäftigungen nachgehen würden, die der Islam verbiete. Das Sposhmai-Hotel ist vor allem bei wohlhabenden Afghanen aus Kabul beliebt, die dort am Donnerstagabend den Beginn des muslimischen Wochenendes feiern.

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wam/news.de/dapd

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