Linke-Chefin Kipping Ab 40.000 Euro soll Schluss sein

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100 Prozent Reichensteuer auf Einkommen über 40.000 Euro im Monat, das fordert Linke-Chefin Katja Kipping laut Medienberichten. Alles über dieser Grenze solle komplett an den Staat fließen.

Die neue Linken-Vorsitzende Katja Kipping will die Einkünfte von Spitzenverdienern auf 40.000 Euro im Monat beschränken und darüber hinausgehende Beträge durch eine 100-prozentige Besteuerung einziehen. «Kein Mensch braucht mehr als das Vierzigfache des Mindesteinkommens», sagte die 34-Jährige der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. «Ab 40.000 Euro im Monat gibt es kein Mehr an Lebensgenuss.»

«Wenn es dann noch Einkommenszuwächse gibt, fließen sie in die Beeinflussung von politischen Entscheidungen durch Bestechung - oder in zerstörerische Finanzspekulationen», argumentierte die Bundestagsabgeordnete aus Sachsen. Sie war Anfang Juni gemeinsam mit dem baden-württembergischen Gewerkschafter Bernd Riexinger an die Spitze der Linkspartei gewählt worden.

Ginge es nach Kippings Vorstellungen, dürfte niemand mehr als eine halbe Million Euro im Jahr verdienen. Zur Besteuerung bis zu dieser Grenze sagte sie nichts. Im Programm für die Bundestagswahl 2009 hatte die Linke gefordert, den Spitzensteuersatz auf 53 Prozent anzuheben und zwar ab einem Jahreseinkommen von 65.000 Euro.

Kipping plädierte in der Zeitung für ein staatliches Grundeinkommen von 1050 Euro für alle. Das werde aber selbst in ihrer Partei kontrovers diskutiert: Ko-Chef Riexinger sei dagegen.

Finanzbetrug
Riskante Steuertricks

zij/news.de/dpa

Leserkommentare (15) Jetzt Artikel kommentieren
  • marty
  • Kommentar 15
  • 28.06.2012 15:55

Richtig, mehr als 40000 brauch ich auch nicht. Der Staat kann auch mein Geld was darüber hinaus geht gerne haben :)) Anders wärre das wenn ich jetzt wirklich mehr als 40000 verdienen würde, ein Schloss unterhalten und zwei-, drei Ehefrauen, Köche Kutscher etc. dann natürlich nicht. Ist aber ziemlich naiv. Die wirklich Reichen haben so viele Gestaltungsmöglichkeiten, dass die noch vom Staat Subventionen bekommen, anstatt Steuern zu zahlen. Da geht das ins Leere!

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  • Pazifiko
  • Kommentar 14
  • 20.06.2012 19:12
Antwort auf Kommentar 12

"Wieso für 40.000 Arbeiten wenn man in der Schweiz 140.000+ bekommt?" Träumen Sie seelig weiter. Im Ausland ist längst auch nicht alles so rosig, wie manche sich das hier vorstellen. Wenn man das schon immer hört, daß im Ausland alles besser sei. Im Urlaub vielleicht, aber haben Sie schon mal im Ausland richtig gearbeitet? Dort kommt nämlich dann häufig das böse Erwachen. In der Schweiz z.B. ist das Leben teurer als in Deutschland. Und so gibt es nicht wenige "Spitzenwissenschaftler" und auch Unternehmer, die nach deren "guten Erfahrungen" im Ausland wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind.

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  • hpklimbim
  • Kommentar 13
  • 20.06.2012 12:55
Antwort auf Kommentar 12

Wieviel Zig-Millionen werden denn Ihrer Meinung nach auswandern, wenn die Obergrenze von Einkommen bei 40.000 Euro pro Monat liegen sollte? Und welchen Beruffständen werden die denn angehören? Verschwinden werden dann vielleicht Abkocher wie Steinbrück und Konsorten, dann dürfte es sich haben. Klar, ganz so pauschal wie Frau Kipping das im ersten Augenblick so dargestellt hat, wird es auch nicht gehen. Denn Unternehmen, die der Staat vorher ausgeblutet hat, können dann nicht mehr investieren. Aber wie bereits gesagt, des Nachdenkens Wert ist der Vorschlag allemal.

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