Watergate-Affäre
Die Mutter aller Politskandale

Vier US-Präsidenten wurden erschossen, vier starben im Amt eines natürlichen Todes, nur einer musste zurücktreten: Richard Nixon. Grund war die Watergate-Affäre. Der Vertrauensbruch wirkt auch 40 Jahre später noch nach.

Der republikanische US-Präsident Richard Nixon kündigt in der Nacht zum 9. August 1974 in einer Rundfunk- und Fernsehansprache seinen Rücktritt vom Präsidentenamt an. Bild: dpa
FOTOS: Pofalla und Co. Die fiesesten Fehltritte der Politiker

Es war ein Klebestreifen, der die USA veränderte. Ein Wachmann fand ihn am 17. Juni 1972 über einem Türschloss in einem Washingtoner Bürokomplex und rief die Polizei. Die fand ein paar Einbrecher, die aber nichts mitgehen, sondern etwas dalassen wollten: Abhörvorrichtungen.

Was anfangs wie ein kleiner Ganovenfall aussah, entwickelte sich zu dem politischen Skandal schlechthin, der letztlich den mächtigsten Mann der Welt das Amt kostete. Denn bei dem Büro handelte es sich um die Wahlkampfzentrale der Demokraten. Der Name des Gebäudes wurde zum Symbol: Watergate.

Von Water- bis Ruby-Gate
Politskandale
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Dabei hätte US-Präsident Richard Nixon solch schmutzige Tricks gar nicht gebraucht, seine Wiederwahl im November schien sicher. Schließlich hatte der Republikaner den Vietnamkrieg für die USA beendet, erste Atom-Abrüstungsverträge ausgehandelt und in einem diplomatischen Meisterstück Beziehungen zu China aufgenommen. Die Demokraten hatten hingegen mit George McGovern einen für viele unwählbaren Parteilinken aufgestellt. Zudem bot die Partei das Bild eines chaotischen Haufens - weit entfernt von «Leadership».

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2 Kommentare
  • RAGNAROEKR

    18.06.2012 14:09

    Nixon müsste heute - nach der Schreckensherrschaft von Obama - das Verdienstkreuz erhalten. Nixon hat sich seinerzeit über die demokratische Konspiration geirrt. In Wahrheit war Nixon ein politischer Seher von großer Bedeutung. Nixon muss daher in einem Zug mit den großen Staatenlenkern des 20. Jh. genannt werden. Bedauerlich also, dass das amerikanische Volk auf die Lügenpropaganda hetzerischer Presse herein gefallen ist. R fordert: Wahrheit und Ehrlichkeit müssen auch für die Presse verbindliche Werte sein. Es gilt also, die veröffentlichte Meinung muss sich am Gemeinwohl ausrichten.

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  • BernhardR

    17.06.2012 16:53

    Wenn ein amerikanischer Spitzenpolitiker wie Spiro Agnew ein paar Dollar Steuern hinterzieht, muß er zurücktreten und wird verurteilt. Wenn ein amerikanischer Spitzenpolitiker wie Nixon einen Einruch organisert muß er zurückttreten und wird durch seinen Vize und Nachfolger Gerald Ford begnadigt. Wenn aber ein amerikanischer Spitzenpolitiker wie George W. Bush einen verbrecherischen Krieg vom Zaun bricht, der 100.000 Menschenleben kostet und ein Land ins Chaos stürzt und dieser Präsident auch noch eine Umweltpolitik betreibt, die die ganze Menschheit bedroht, dann wird er Angela Merkels Freund.

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