Frankreich
Hollandes Frauen im Zickenkrieg

Frankreichs Präsident François Hollande gerät bei den Parlamentswahlen zwischen weibliche Fronten. Während er seine Ex Ségolène Royal unterstützt, stichelt seine Lebensgefährtin Valérie Trierweiler bei Twitter gegen ihre Vorgängerin.

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Unter den Sozialisten in Frankreich kocht ein unerwarteter Streit um die frühere Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal hoch. Die ehemalige Lebensgefährtin von Präsident François Hollande muss sich in ihrem Wahlkreis La Rochelle bei der Parlamentswahl am Sonntag gegen den parteiinternen Gegner Olivier Falorni durchsetzen.

Ausgerechnet die Partnerin von Hollande, Valérie Trierweiler, unterstützte am Dienstag öffentlich Royals Konkurrenten. Von ihrem offiziellen Twitter-Konto aus wurde die Nachricht «Ansporn für Falorni, der schon so viele Jahre an der Seite der Bürger von La Rochelle kämpft» abgeschickt. Hollande hingegen unterstützt offiziell seine Ex, was Trierweiler missfallen haben soll.

Royal kam in der ersten Runde der französischen Parlamentswahl am 10. Juni auf 32 Prozent und damit auf nur drei Prozentpunkte mehr als Falorni. Dieser war zuvor von den Sozialisten ausgeschlossen worden, weil er seine Kandidatur gegen die Parteiprominente Royal aufrechterhalten hatte. Beide treten nun in einer Stichwahl am 17. Juni gegeneinander an.

Hinter Royal stellte sich nicht nur Präsident Hollande, sondern auch die sozialistische Parteispitze. Parteichefin Martine Aubry und die grüne Wohnungsbauministerin Cécile Duflot reisten am Dienstagmorgen demonstrativ nach La Rochelle, um Royal zu unterstützen. Falorni hingegen reichte ungeachtet dessen bereits seine Kandidatur ein.

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