Umweltminister Twitter-Orkan gegen Altmaier

Anti-Atom-Aktivisten blasen zum Shitstorm: Bundesumweltminister Peter Altmaier lernt am Jahrestag der Entscheidung, die Atomlaufzeiten zu verlängern, die Schattenseiten eines transparenten Politikerdaseins kennen.

Von Altmaier bis Trittin: Die twitternde Politiker-Elite

Über seinen Zugang zum Kurznachrichtendienst Twitter wurde Altmaier von hunderten Nachrichten überschwemmt, die ihm Anti-Atom-Aktivisten schrieben. «Lieber @peteraltmaier, warum wollen Sie mich 10 weitere Jahre dem Risiko eines Super-GAU aussetzen?», fragten sie ihn.

Anlass war der erste Jahrestag der Kabinettsentscheidung, der unter anderem den Weiterbetrieb von neun Atomkraftwerken vorsah, die stufenweise bis zum Jahr 2022 abgeschaltet werden sollen. Altmaier betonte, dass er seinen Zugang ungern filtern und blockieren wolle. Er kritisierte aber auch: «Die Super-Gau-Tweets bewirken, dass Tweets von Anderen nicht von mir gelesen werden. Schade. Sagt wieviele Ihr seid, aber spamt bitte nicht.»

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation «ausgestrahlt» sagte, Altmaier bekomme so persönlich die Kritik der Atom-Gegner mit, weil die Bundesregierung noch weitere zehn Jahre des Risiko einer Atomkatastrophe in Kauf nehme. Zugleich lobte Stay, dass es diesen direkten Draht zu Altmaier gebe: «Endlich gibt es einmal die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, direkt mit einem Minister zu kommunizieren und nicht in Vorzimmern hängenzubleiben».

wam/news.de/dpa

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Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • Zweibein
  • Kommentar 4
  • 08.06.2012 14:20
Antwort auf Kommentar 3

Das mac ht mich aber Örre!

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  • Zweistein
  • Kommentar 3
  • 08.06.2012 14:18
Antwort auf Kommentar 2

Wenigstens,ach irientiert sich der "neue Oliver" ganz unten?

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  • Oliver
  • Kommentar 2
  • 08.06.2012 10:22

Wenigstens ein Politiker, der Ehrlich ist. Für mich ist das pure heuchellei, was die Grünen mit ihren Shitstorm da anstellen. Wir alle werden die zeche dafür zahlen müssen und Kohle verbrennen müssen.

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