Bundesregierung Merkel lädt Tarifpartner zum Gespräch

Meseberg/Berlin - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt heute zu einem Gedankenaustausch mit Spitzenvertretern der großen Wirtschaftsverbände und der Gewerkschaften zusammen. Bei dem Treffen im Gästehaus der Bundesregierung auf Schloss Meseberg nördlich von Berlin geht es um Wirtschaftswachstum und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Landes.

Merkel lädt Tarifpartner zum Gespräch (Foto)
Merkel lädt Tarifpartner zum Gespräch Bild: dpa

Merkel wird von sieben Ministern ihres Kabinetts begleitet.

Die Wirtschaftsdelegation führt DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann an, die Gewerkschaftsseite DGB-Chef Michael Sommer. Es ist das dritte Treffen dieser Art. Beschlüsse sind nicht zu erwarten. Vor dem Treffen starten Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, eine gemeinsame Fachkräfteoffensive.

Auch bei dem Treffen der Sozialpartner vor einem Jahr stand die Sicherung des Fachkräftebedarfs und die erleichterte Zuwanderung von Spezialisten aus Nicht-EU-Ländern auf der Tagesordnung. Obwohl die Regierung dafür inzwischen die Weichen gestellt hat, droht der Fachkräftemangel nach Einschätzung vieler Unternehmen immer mehr zur Wachstumsbremse zu werden. Neben besserer Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials setzt die Wirtschaft auf ein Punktesystem zur zusätzlichen Zuwanderung von Spezialisten.

«Die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte gehört in ein Gesamtkonzept zur Fachkräftesicherung», sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Driftmann, der «Rheinischen Post» (Dienstag). Die Bundesregierung habe zwar bereits «grundsätzlich richtige Weichenstellungen» vorgenommen. Dieses Konzept müsse nun aber mit Leben erfüllt und durch Maßnahmen zur Mobilisierung von Frauen und Älteren im Inland ergänzt werden.

«Im Inland braucht es eine gelebte Willkommenskultur - hier sind wir alle, Politik, Wirtschaft und Bürger, gefordert», sagte der DIHK-Chef. Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, erklärte: «Europa blickt neidisch auf das von Betrieben und Berufsschulen getragene duale System der beruflichen Bildung in Deutschland.» Politik und Wirtschaft müssten «daher konzertiert und überzeugt für unser duales System kämpfen».

news.de/dpa

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