Todesstrafe gefordert
Tumulte nach Verurteilung von Husni Mubarak

Der Expräsident Ägyptens wurde wegen seiner Verantwortung für die tödlichen Schüsse auf Demonstranten im vergangenen Jahr zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Gegnern Mubaraks geht das Urteil nicht weit genug.

FOTOS: Chronologie Arabien im Umbruch

Ein Strafgericht in Kairo hat Ägyptens Expräsident Husni Mubarak wegen seiner Mitschuld am Tod von mehr als 800 Demonstranten zu lebenslanger Haft verurteilt. Damit ist der 84-Jährige der erste arabische Herrscher, der von der Justiz für seine Taten bestraft wurde.

FOTOS: Ägypten Der Aufstand der Unterdrückten

Mubarak nahm das Urteil zunächst ruhig auf, erlitt später jedoch nach Angaben von Augenzeugen eine Art Anfall, als er per Helikopter in eine Gefängnisklinik verlegt wurde. In Kairo demonstrierten Hunderte von Mubarak-Gegner gegen das ihrer Meinung nach zu milde Urteil.

Die Staatsanwaltschaft hatte für Mubarak die Todesstrafe gefordert. Aus Justizkreisen hieß es am Samstag, sowohl der Staatsanwalt als auch die Verteidigung wollten das Urteil anfechten.

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1 Kommentare
  • Mailyn Pelagio

    05.06.2012 16:05

    Der "arabische Winter" kommt immer näher. Es wird sehr kühl, warm anziehen ist angesagt. Besonders für Kopten, Christen und Frauen!

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