Umweltminister Der Neue heißt Altmaier

Landtagswahl NRW
«Nicht Röttgen Wählen»

Er twittert gern und war bisher Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag. Jetzt ist Peter Altmaier neuer Bundesumweltminister und soll die Energiewende meistern. Er tritt die Nachfolge von Norbert Röttgen an, der nach der NRW-Wahlschlappe auf Druck der Kanzlerin seinen Hut nehmen musste.

Der bisherige Geschäftsführer der Unions-Bundestagsfraktion, Peter Altmaier, ist neuer Bundesumweltminister. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte dem 53-jährigen CDU-Politiker am Dienstag in Schloss Bellevue offiziell seine Ernennungsurkunde. Gleichzeitig entließ Gauck Altmaiers Vorgänger Norbert Röttgen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nahm an der Veranstaltung teil.

Gauck lobte den bisherigen Umweltminister, der in den letzten Tagen wegen der Umsetzung der Energiewende deutlich gescholten worden war. «Früher als andere haben Sie erkannt, es ist Zeit für die Energiewende. Dafür sind wir Ihnen dankbar», sagte Gauck an Röttgen gerichtet. Leidenschaftlich habe der frühere Umweltminister Erforschung und Nutzung der erneuerbaren Energien vorangetrieben und sich mit seinem Einsatz für den weltweiten Klima- und Umweltschutz auch international einen Namen gemacht.

Darüber hinaus würdigte Gauck, dass Röttgen auch Bewegung in die Suche nach einem atomaren Endlager gebracht habe. Sein Nachfolger Altmaier werde hier anknüpfen können. Der bisherige Umweltminister habe sich aber auch Verdienste erworben, die nicht die Schlagzeilen prägten, etwa beim Artenschutz und dem Erhalt der Biodiversität.

Atommülllager
Wo Deutschland strahlt

Ausdrücklich ermunterte Gauck Röttgen zum Weitermachen: «Drei Jahrzehnte haben Sie sich nun für unser Gemeinwesen eingesetzt. Ich wünsche mir, dass Sie das auch künftig tun können.»

Nach der Wahlschlappe der CDU in Nordrhein-Westfalen hatte die Kanzlerin den Bundespräsidenten vergangenen Mittwoch darum gebeten, Röttgen von seinen Aufgaben als Bundesminister zu entbinden und schlug Altmaier als dessen Nachfolger vor. Röttgen war der Spitzenkandidat der CDU in NRW.

Gauck wirbt für verbindliches Klimaabkommen

Gauck wünschte Altmaier viel Erfolg bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben. Er erinnerte daran, dass nicht zu erwarten gewesen sei, dass die Energiewende «in einem oder auch in einer Handvoll von Jahren zu bewältigen sein könnte». Altmaier werde viel politische Energie brauchen, um diese nun umzusetzen. «Ich wünsche mir, dass sie verantwortlich und gemeinsam handeln, um das gesetzte Ziel zu erreichen. Ich bin mir sicher, dies ist eines der Ziele, die wir nur gemeinsam erreichen können», sagte Gauck.

Auch sprach sich Gauck deutlich für mehr Anstrengungen beim Klimaschutz aus. «In Zeiten des weltweiten Aufstiegs neuer, großer Volkswirtschaften brauchen wir umso dringlicher ein verbindliches, globales Klimaabkommen.» Altmaier werde beim anstehenden Umweltgipfel Rio+20 und auf der Klimakonferenz in Katar schwierige Verhandlungen gestalten müssen. Er werde in diesen drängenden Fragen Gelegenheit haben, seine geistige Kraft und ihre innere Ruhe einzusetzen.

Die Amtsübergabe im Bundesumweltministerium soll nach Angaben einer Ministeriumssprecherin vom Montag intern erfolgen. Wann Altmaier seinen Amtseid im Parlament ablegen wird, ist laut Bundestagsverwaltung noch offen.

Norbert Röttgen
Merkel wagt den Blitzrausschmiss
Video: zij/news.de

jag/zij/news.de/dapd

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • otto
  • Kommentar 3
  • 26.05.2012 20:39
Antwort auf Kommentar 2

Wie du siehst,ist deine Klientel nicht in der Lage den Sinn der Sache zu erkennen. Also weiterhin viel Anstrengung,die "pro-blem-teutschen"zu mehr als 0,05 Prozent zu steigerr!

Kommentar melden
  • hpklimbim
  • Kommentar 2
  • 25.05.2012 05:38
Antwort auf Kommentar 1

Sehr guter Kommentar und genau auf den Punkt gebracht!

Kommentar melden
  • otto
  • Kommentar 1
  • 22.05.2012 15:42

Am Ende des Weges präsentiert die Kanzlerin Merkel einen "Stoh"meier mit Namen Atlmaier. Was wir für Deutschland brauchen sind aber "Neu-meier"!

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig