Extremismus Islamisten-Mordaufruf gegen Pro NRW und Journalisten

Berlin - Ein Mordaufruf eines islamistischen Terror-Propagandisten gegen Mitglieder der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW und Journalisten beschäftigt die Sicherheitsbehörden.

Islamisten-Mordaufruf gegen Pro NRW und Journalisten (Foto)
Islamisten-Mordaufruf gegen Pro NRW und Journalisten Bild: dpa

Das Video sei am Wochenende in einem dschihadistischen Internetforum aufgetaucht und stamme von einem Mann, der für die islamistische Terrorgruppe «Islamische Bewegung Usbekistan» (IBU) werbe, berichteten die Tageszeitung «taz» und «Welt Online» am Sonntag.

«Wir nehmen die Drohung ernst», bestätigte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums. Es seien aber keine konkreten Anschlagspläne bekannt. Die Sicherheitsbehörden gingen davon aus, dass sich der Mann, der in dem mehrminütigen Hassvideo zu sehen sei, im Ausland aufhalte. Welche Schritte die Behörden in solchen Fällen unternehmen, dazu äußert sich das Ministerium grundsätzlich nicht.

Nach Angaben von «Welt Online» hält sich der Mann im pakistanischen Stammesgebiet Waziristan auf. Er soll früher in Bonn gelebt haben und 2007 mit seinem älteren Bruder ausgereist sein. Die Brüder veröffentlichten demnach regelmäßig Video- und Audiobotschaften, in denen sie auch zu Terroranschlägen in Deutschland aufriefen.

Pro NRW hatte sich den Hass von Islamisten zugezogen, weil Aktivisten der Partei in den Wochen vor der Landtagswahl auf zahlreichen Kundgebungen islamfeindliche Karikaturen gezeigt hatten. Radikalislamische Salafisten hatten dagegen protestiert und Polizisten angegriffen.

news.de/dpa

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Eso-Polizist
  • Kommentar 2
  • 20.05.2012 23:51

Es ist gut, dass Hollande die frz. Soldaten so schnell wie möglich aus Afghanistan abzieht. Man muss die Islamisten nicht im Ausland bekämpfen, sondern im Inland. Judith Wolter (oder Uckermann) sollte den Parteivorsitz der Pro-Partei übernehmen. Dann zieht Pro D 2017 in den Bundestag ein. Zudem zieht die Partei FW in den Bundestag ein. Im Übrigen hat Sarrazin recht, dass Deutschland den €uro nicht braucht. Die EU erlebt bald einen ähnlichen Zusammenbruch, wie die ehemalige UdSSR. Auch die USA erleben einen solchen Zusammenbruch, u. a. weil der mexikanische Drogenkrieg auf die USA übergreift.

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  • Mailyn Pelagio
  • Kommentar 1
  • 20.05.2012 20:04

Die Auseinandersetzung scheint in eine neue Runde zu gehen. Da Polizei, Politik und Justiz nach wie vor die Islamisten/Salafisten schützen und unterstützen, sieht es für die Aufklärer und verfechter einer offenen Gesellschaft düster aus. Offenbar nur noch eine Frage der Zeit bis zum ersten Toten.

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