Landtagswahl in NRW CSU-Boss Seehofer attackiert Röttgen

Wahlkampf in NRW
Zwischen Currywurst und Millionärssteuer

«Politische Katastrophe»: CSU-Chef Horst Seehofer hat NRW-Wahlverlierer Nobert Röttgen hart kritisiert und indirekt seine Eignung als Bundesumweltminister infrage gestellt. CSU-Generalsekretär Dobrindt fordert ein Krisentreffen.

Seehofer sagte der Bild-Zeitung: «Der Wahlausgang ist für die Union eine politische Katastrophe, die mich wirklich aufwühlt. Es ist ein Desaster mit Ansage.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und er hätten am Rande der Bundesversammlung Röttgen klar gemacht, dass diese Wahl für die gesamte Union von Bedeutung sei und dass man sich «mit Haut und Haaren und jeder Pore» in den Wahlkampf stürzen müsse. «Seitdem habe ich geschwiegen, weil ich den Erfolg dieser schwarz-gelben Regierung will», sagte der bayerische Ministerpräsident.

Seehofer richtete den Blick zugleich auf die Energiewende. «Norbert Röttgen ist zuständig für eines der wichtigsten Projekte dieser Regierung. Die Menschen wollen endlich Antworten hören, wie es mit der Energiewende weitergehen soll, und sie wollen sehen, dass wir aufs Tempo drücken. Ich hoffe, dass der Bundesumweltminister mit dieser Herausforderung anders umgeht, als mit dem Wahlkampf in NRW.»

Bereits am Vorabend hat CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt ein Krisentreffen der Parteivorsitzenden der schwarz-gelben Koalition im Bund verlangt. Kanzlerin Angela Merkel, Horst Seehofer und Philipp Rösler müssten über die Konsequenzen aus der Wahl beraten, verlangte Dobrindt in der Berliner Runde der ARD. Dobrindt kritisierte den CDU-Spitzenkandidaten Norbert Röttgen, der sich im Wahlkampf nicht klar zu einem Wechsel nach Nordrhein-Westfalen bekannt hatte.

Kraft bis Arnold
Die Ministerpräsidenten von NRW

wam/news.de/dapd

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Dr. Eduard Belotti
  • Kommentar 2
  • 14.05.2012 11:41

Norbert Röttgen, war och nie ein glaubwürdiger und engagierter Anwalt der Umwelt. Erst hat er die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke mitgetragen, nach Fukushima dann den schwachen Aufguss der ersten Energiewende, der zwar die ältesten AKW vom Netz genommen hat, die hochgefährlichen Siedewasserreaktoeren in Gundremmingen aber länger als ursprünglich geplant in Betrieb lässt. Im Kampf um die Energie-effizienz hat er gegen den schwachen Minister Rösler den Kürzeren gezogen, bei der Vollsbremsung für die Solarkürzung sogar mit ihm gemeinsame Sache gemacht. Als Umweltminster ist er ungeeignet

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  • otto
  • Kommentar 1
  • 14.05.2012 10:10

Typisch csu! Einen, der als armer Hund schon am Boden liegt noch zu treten, ist die geistig-moralische doppelbödigkeit des Seehofer und seiner csu-Spießgesellen. Heute so und morgen so,hauptsache Macht!

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